Für Brussels Airlines hat sich der Sommer 2026 ausgezahlt. Zwischen Anfang Juli und Ende September beförderte die Fluggesellschaft rund 2,9 Millionen Passagiere auf mehr als 20.000 Flügen. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 Prozent bei den Reisenden und 1,7 Prozent bei den Flügen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Auch finanziell lief es ausgesprochen gut: Mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 84 Millionen Euro erzielte Brussels Airlines ein Rekordergebnis. Das sind 23,5 Prozent mehr als im Vorjahr und sechs Prozent mehr als beim bisherigen Rekordquartal 2024. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um 11,6 Prozent auf 577 Millionen Euro.
„Brussels Airlines ist eine solide Fluggesellschaft, die auch in einem schwierigen Umfeld gute Ergebnisse erzielen kann“, erklärte Finanzchefin Nina Öwerdieck am Dienstag.
Das Rekordquartal kommt für die Lufthansa-Tochter zur richtigen Zeit. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatte Brussels Airlines noch rote Zahlen geschrieben. Geopolitische Unsicherheiten, stark gestiegene Treibstoffpreise, ein Ebola-Ausbruch in Ostafrika und Arbeitskämpfe in Belgien hatten das Geschäft belastet.
Im Sommer sorgten eine höhere Kapazität und ein stabilerer Flugbetrieb schließlich für die Trendwende. Allerdings beschäftigt die Fluggesellschaft inzwischen weniger Personal. Im dritten Quartal zählte Brussels Airlines 3.534 Mitarbeiter – 6,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Für die kommenden Monate bleibt das Unternehmen vorsichtig. Hohe Treibstoffpreise und die Folgen eines externen Streiks zu Beginn des vierten Quartals sorgen weiterhin für Unsicherheit. Immerhin bleibt die Nachfrage nach Flugreisen laut Brussels Airlines hoch. Das wertet die Fluggesellschaft als positives Signal. (belga/calü)

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