Malek El Mala traf bei seinem ersten Einsatz an der Seite seines jüngeren Bruders zum 1:1 (0:1)-Endstand, die Rheinländer wendeten in der Fußball-Bundesliga so fünf Tage nach dem spektakulären 5:0-Zweitrundenerfolg im DFB-Pokal beim schnellen Wiedersehen mit den Köpenickern einen Rückschlag ab.
„Mich freut es für den Jungen extrem. Er hat es total verdient“, sagte Nationalspieler Said El Mala am DAZN-Mikrofon über seinen Bruder: „Ich freue mich, dass er ein Tor gemacht hat und wir mit einem Punkt nach Köln fahren können.“ Der FC ist nun seit drei Pflichtspielen ungeschlagen. Einen Vereinsnegativrekord konnte aber auch Malek El Mala nicht verhindern: Seit 17 Bundesliga-Gastspielen wartet der FC auf einen Sieg – der bislang letzte Erfolg in der Fremde datiert vom 3. Oktober 2025, als Köln die TSG Hoffenheim mit 1:0 geschlagen hatte. Eine solche Serie hatten die Rheinländer zuletzt in der Saison 2003/04 hingelegt. Janik Haberer (10.) war für die Berliner erfolgreich, die am Dienstag im DFB-Pokal in Köln noch unter die Räder gekommen waren und im Tabellenkeller steckenbleiben.
Vor der Partie war vor allem auf Unioner Seite die Motivation groß gewesen. Führungsspieler Rani Khedira hatte nach der Pokal-Blamage von einem „Systemabsturz“ gesprochen, in der Liga war das Team von Lustrinelli auf Wiedergutmachung aus. „Wir haben wirklich Bock, ganz anders aufzutreten“, hatte der Trainer im Vorfeld angekündigt. Wagner wollte sein Team darauf vorbereiten. Union werde „ein Stück weit Wut im Bauch“ haben, hatte der FC-Coach betont: „Dafür müssen wir gewappnet sein.“
Schon vor Anpfiff machten die beiden Fanlager auf den Rängen lautstark Stimmung. Auf dem Platz präsentierten sich die Unioner, angestachelt von der Pokal-Pleite, mit Zug nach vorne. Tim Skarke setzte sich an der Grundlinie gegen Paul Okon-Engstler und Keeper Marvin Schwäbe durch und brachte den Ball zu Haberer, der aus kurzer Distanz einschob. Die Partie flachte in der Folge ab, Köln fand gegen die kompakte Defensive der Köpenicker keine Lösung.Auch das Offensivduo Said El Mala und Linton Maina, das maßgeblich für das Pokal-Aus der Berliner verantwortlich gewesen war, hatten die Gastgeber im Griff.
Doch auch Union erspielte sich kaum Möglichkeiten. Die größte Chance vereitelte Schwäbe, der den vielversprechenden Versuch von Livan Burcu an die Latte lenkte (42.). Die Statistik zur Halbzeit sprach Bände: Union verzeichnete offiziell zwei Schüsse auf das Tor, Köln keinen einzigen. Auch nach der Pause war das Spiel zunächst von harten Zweikämpfen und Fouls geprägt. Trainer René Wagner brachte in der Schlussphase Malek El Mala – und der traf nach einer kurz ausgeführten Ecke eiskalt (79.). (kupo/sid)

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