Was ist mit den 68 Wildenten geschehen, deren Kadaver Anfang Oktober in der Provinz Antwerpen gefunden wurden? Dieser Frage ging das flämische Auffangzentrum für Vögel und Wildtiere (VOC) in Brasschaat nach. Am Sonntag veröffentlichte die Einrichtung neue Erkenntnisse.
„Was zunächst wie eine Meldung im Zusammenhang mit einer Krankheit aussah, entpuppt sich als eine ganz andere Geschichte“, erklärte das Zentrum in den sozialen Netzwerken.
Nach dem Fund wurden drei der toten Enten genauer untersucht. Dabei stellten die Fachleute unter anderem gebrochene Flügel, einen Genickbruch sowie mutmaßliche Einschussstellen fest. Weitere Untersuchungen erhärteten den Verdacht: Auf Röntgenaufnahmen konnten die Mitarbeiter Schrotkugeln in den untersuchten Enten nachweisen.

Damit deutet einiges darauf hin, dass zumindest ein Teil der Tiere durch Schüsse verletzt oder getötet wurde. Unter welchen Umständen die Enten ums Leben kamen und wer ihre Kadaver anschließend entsorgte, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor.
Das Auffangzentrum hat inzwischen die zuständigen Behörden über seine Erkenntnisse informiert. „Wildenten sind geschützte einheimische Tiere. Das illegale Zurücklassen von Tierkadavern und die Misshandlung von Tieren sind nicht erlaubt“, betonte die Organisation. (belga/calü)

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