Im ersten Interview seit seinem Unfall sprach der 28-Jährige gegenüber dem US-Sportportal „The Athletic“ über das ganze Ausmaß seiner Verletzungen. Erst eine Computertomografie vor zwei Wochen in Slowenien brachte ans Licht, dass insgesamt drei Wirbel gebrochen waren. „In diesem Moment war ich einfach nur froh, dass ich noch am Leben war und aufrecht stehen konnte“, erklärte Pogacar.
Neben den Wirbelbrüchen hatte sich der Slowene bei seinem Sturz auch eine Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Die Verletzungen zwangen ihn dazu, auf die Straßen-Weltmeisterschaft im September zu verzichten, bei der er als Sieger der beiden vorherigen Ausgaben angetreten wäre.
Eigentlich hatte Pogacar gehofft, Anfang Oktober bei der Europameisterschaft in seiner Heimat Slowenien wieder ins Renngeschehen eingreifen zu können. Doch auch dieser Termin kam zu früh.
Rückblickend ist der Radprofi erleichtert, dass er auf einen verfrühten Start verzichtet hat. „Nach der CT-Untersuchung war ich froh, dass ich die Europameisterschaft nicht gefahren bin“, sagte Pogacar.
Inzwischen gehe es ihm deutlich besser. Schmerzen habe er nach eigenen Angaben keine mehr. Dennoch müsse er weiterhin vorsichtig sein. „Ich muss darauf achten, nicht mit dem Fahrrad zu stürzen oder wegen meines linken Arms und meines Nackens schwere Dinge zu heben. Aber ansonsten kann ich eigentlich wieder alles machen“, erklärte der Slowene.
Seine sportlichen Ambitionen hat der schwere Unfall jedenfalls nicht gebremst. Pogacar hatte bereits angekündigt, in der kommenden Saison wieder große Ziele verfolgen zu wollen. Neben der Tour de France stehen auch die Weltmeisterschaft und die Vuelta auf seiner Wunschliste. (belga/calü)

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