Über Beschwerden im Intimbereich zu sprechen, fällt vielen Männern schwer. Doch Scham und Angst vor einer Diagnose können dazu führen, dass Prostata-, Hoden- oder Peniskrebs erst spät erkannt werden. Darauf macht die belgische Stiftung gegen Krebs vor dem internationalen Aufklärungsmonat „Movember“ im November aufmerksam.
Mit 12.500 Neuerkrankungen im Jahr 2024 ist Prostatakrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebsart bei Männern in unserem Land. Die Überlebensrate nach zehn Jahren beträgt laut Stiftung 97 Prozent. Dennoch starben 2023 landesweit 1.485 Männer daran. Deutlich seltener sind Hoden- und Peniskrebs: Hier wurden 2024 insgesamt 474 beziehungsweise 110 neue Fälle festgestellt.

Die Stiftung mahnt, ungewöhnliche Veränderungen frühzeitig ärztlich abklären zu lassen. Eine verzögerte Diagnose könne belastendere Behandlungen erforderlich machen und die Heilungsaussichten verschlechtern. „Keine ungewöhnliche Veränderung sollte aus Angst oder Scham verschwiegen werden“, betont der Co-Präsident der Stiftung, Pierre Coulie. Ein Arztbesuch biete die Möglichkeit, beruhigt zu werden oder bei Bedarf rasch zu handeln.
Bei Prostatakrebs, dessen Risiko mit dem Alter steigt, können Blut im Urin oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen Warnzeichen sein. Hodenkrebs betrifft überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene und kann sich durch einen tastbaren Knoten bemerkbar machen. Bei dem wesentlich selteneren Peniskrebs können Veränderungen der Haut oder eine ungewöhnliche Verdickung auffallen. (belga/gz)

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