Studie aus Belgien: Frauen profitieren stärker von Bewegung als Männer

<p>Frauen profitieren laut einer neuen Studie der Uni Neu-Löwen bei gleichem Aufwand stärker von körperlicher Aktivität als Männer.</p>
Frauen profitieren laut einer neuen Studie der Uni Neu-Löwen bei gleichem Aufwand stärker von körperlicher Aktivität als Männer. | Foto: picture alliance/dpa

Für die Untersuchung werteten die Forscherinnen Daten einer europäischen Erhebung zu den Lebensbedingungen von Menschen ab 50 Jahren aus. Berücksichtigt wurden Angaben aus mehr als zwölf europäischen Ländern, darunter Belgien.

Besonders deutlich werden die Unterschiede beim Risiko für koronare Herzerkrankungen. Laut neueren Forschungsdaten, die in der Studie aufgegriffen werden, benötigen Frauen wöchentlich rund 250 Minuten moderate bis intensive körperliche Aktivität, um ihr Erkrankungsrisiko um 30 Prozent zu senken. Bei Männern sind dafür etwa 530 Minuten erforderlich – also mehr als doppelt so viel.

Unterschiedliche Faktoren beeinflussen die Gesundheit

Die Untersuchung zeigt zudem, dass sich die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Gesundheit zwischen Frauen und Männern unterscheiden.

Bei Frauen spielt vor allem das sozioökonomische Umfeld, in dem sie aufgewachsen sind, eine entscheidende Rolle. Bei Männern steht dagegen die Häufigkeit körperlicher Aktivität an erster Stelle.

Dabei ergibt sich ein bemerkenswerter Widerspruch: Obwohl Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer, verbringen sie häufig mehr Lebensjahre mit gesundheitlichen Einschränkungen.

Auch beim Gesundheitsverhalten gibt es Unterschiede. Männer konsumieren laut den Studienautorinnen häufiger Alkohol oder Drogen, rauchen öfter und gehen eher gesundheitliche Risiken ein.

Prävention stärker an Frauen und Männern ausrichten

Aus Sicht der Uni Neu-Löwen zeigen die Ergebnisse, dass Gesundheitsvorsorge stärker auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten werden sollte. „Das Geschlecht beeinflusst also, wie unsere Lebensgewohnheiten mit unserem Gesundheitszustand zusammenhängen“, erklärt die Universität in einer Mitteilung. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment