Inflation erreicht in Belgien höchsten Stand seit April 2023

<p>Die Inflation in Belgien ist im Oktober auf 5,26 Prozent gestiegen – den höchsten Stand seit April 2023.</p>
Die Inflation in Belgien ist im Oktober auf 5,26 Prozent gestiegen – den höchsten Stand seit April 2023. | Foto: picture alliance/dpa

Energie kostete im Oktober durchschnittlich 33,22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders kräftig verteuerten sich Erdgas mit 52,5 Prozent, Diesel mit 45,1 Prozent und Heizöl mit 30,8 Prozent. Benzin wurde um 28,8 Prozent teurer, Strom um 23,7 Prozent. Noch im Februar, vor Beginn des Krieges, hatte die allgemeine Inflationsrate bei 1,5 Prozent gelegen.

Auch gegenüber September zogen die Energiepreise deutlich an: Erdgas verteuerte sich um 11,3 Prozent, Strom um 8,5 Prozent und Heizöl um 8,3 Prozent. Höhere private Mieten und Einschreibegebühren im Hochschulwesen trugen ebenfalls zum Preisanstieg bei. Günstigere Pauschalreisen und Hotelübernachtungen dämpften ihn hingegen.

Abseits der Energie schwächt sich der Preisauftrieb ab: Die Kerninflation, die Energie und unverarbeitete Lebensmittel ausklammert, sank von drei auf 2,8 Prozent.

Für die rund 500.000 Angestellten der größten paritätischen Kommission (PK 200) erwartet der Personaldienstleister SD Worx wegen der Inflation im Januar eine automatische Lohnindexierung von 4,17 Prozent, wobei die Erhöhung für Monatsgehälter über 4.000 Euro erstmals durch den Indexdeckel begrenzt wird.

Die belgische Wirtschaft wuchs unterdessen laut einer ersten Schätzung der Nationalbank im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. (belga/gz)

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