Freiwilliger Militärdienst in Belgien: Erste Teilnehmer geben bereits auf

<p>In Belgien haben rund 485 junge Menschen ihr freiwilliges Militärjahr begonnen. 47 Teilnehmer haben ihren Dienst inzwischen auf eigenen Wunsch abgebrochen.</p>
In Belgien haben rund 485 junge Menschen ihr freiwilliges Militärjahr begonnen. 47 Teilnehmer haben ihren Dienst inzwischen auf eigenen Wunsch abgebrochen. | Foto: belga

Das teilte das belgische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Einige der ursprünglich ausgewählten Kandidaten seien am Tag ihrer Einberufung nicht erschienen. Daraufhin habe die Armee weitere Interessenten von der Reserveliste kontaktiert. Allerdings konnten nicht alle innerhalb der vorgesehenen Frist einspringen.

Inzwischen haben 47 Teilnehmer ihren Dienstvertrag auf eigenen Wunsch aufgelöst. Angesichts der großen Zahl an Bewerbern hält das Verteidigungsministerium diese Zahl für überschaubar.

„Das liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Zum Vergleich: Bei der klassischen militärischen Ausbildung fallen diese Zahlen normalerweise höher aus“, erklärte die Verteidigung.

Das freiwillige Militärjahr befinde sich noch in einer frühen Phase. Wie bei jeder Ausbildung könnten Teilnehmer ihren Weg aus persönlichen, gesundheitlichen oder beruflichen Gründen vorzeitig beenden. Manche entschieden sich beispielsweise kurzfristig doch noch für ein Hochschulstudium.

Ausbildung an fünf Standorten

Die ursprünglich 485 angetretenen Rekruten verteilen sich auf fünf Ausbildungsstandorte. Bei der Luftwaffe in Bevekom haben 75 junge Menschen ihre Ausbildung begonnen. Weitere 121 Teilnehmer sind beim Heer in Berlaar stationiert, ebenso viele in Amay. In Peutie werden 118 Rekruten ausgebildet, während 50 junge Menschen ihren Dienst bei der Marine in Brügge aufgenommen haben.

Während ihrer Ausbildung lernen die jungen Menschen unter anderem, wie Flughäfen, Häfen und wichtige Infrastrukturen geschützt werden. Auch Patrouillen, die Überwachung sensibler Einrichtungen und die Sicherung bestimmter Gebiete gehören zum Programm.

Darüber hinaus werden sie auf Aufgaben wie die Kontrolle von Zugängen, die Begleitung militärischer Transporte und die Unterstützung bei Katastropheneinsätzen vorbereitet.

Die Streitkräfte können die Teilnehmer beispielsweise bei der Sicherung militärischer oder ziviler Einrichtungen, bei der Landesverteidigung oder nach Naturkatastrophen, Industrieunfällen und Flugzeugunglücken einsetzen. (belga/calü)

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