Zeugensuche und „Schockanruf“ in der Eifel

<p>Eine Frau meldete, dass Unbekannte versucht hätten, sie emotional zu erpressen.</p>
Eine Frau meldete, dass Unbekannte versucht hätten, sie emotional zu erpressen.

Am Montag oder Dienstag wurde ein Stromverteilerkasten an der N62 in Malscheid auf bislang unbekannte Weise, vermutlich durch ein Fahrzeug, beschädigt. An der Luxemburger Straße in St.Vith wurde am Dienstagmorgen illegal Müll auf einem Parkplatz abgeladen. Am 24. Oktober wurde kurz vor Mittag ein Fahrzeug auf dem Parkplatz eines Geschäfts an der Malmedyer Straße in Büllingen zerkratzt. Zwischen dem 25. und 27. Oktober wurde zudem in ein Gebäude an der Rodter Straße in St.Vith eingebrochen. Dabei wurde die Haupteingangstür aufgehebelt und sämtliche Räume wurden durchsucht. Entwendet wurde nichts. Zeugenhinweise nimmt in allen Fällen jede Polizeiwache entgegen.

Eine Frau hat der Eifelpolizei gemeldet, dass Unbekannte versucht hätten, sie emotional zu erpressen. Sie erhielt einen Anruf von einer Person, die sich als Mitarbeiterin der Notaufnahme ausgab. Diese erklärte, die Tochter der Angerufenen sei schwer gestürzt und habe dabei schwere Verletzungen im Rücken- und Nackenbereich erlitten. Die Tochter müsse mit einem Hubschrauber in ein spezialisiertes Krankenhaus gebracht werden. Dafür solle die Frau 75.000 Euro überweisen. Als sie ihre Tochter vor dem Abflug noch im Krankenhaus aufsuchen wollte, wurde das Telefonat plötzlich beendet. Es entstand kein finanzieller Schaden.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um einen sogenannten „Schockanruf“ handelt. „Die Täter nutzen die Emotionen der Familienmitglieder gezielt aus, um ihre Opfer zu voreiligen Handlungen zu bewegen. Mit dramatischen Schilderungen und Zeitdruck versuchen sie, hohe Geldbeträge oder wertvolle Gegenstände zu erlangen.“

Die Polizei empfiehlt, bei solchen Anrufen Ruhe zu bewahren, das Gespräch zu beenden und die betroffenen Angehörigen direkt zu kontaktieren, um die Angaben zu überprüfen. Vertrauliche Daten wie Angaben zur Familienzusammensetzung, Informationen über das Vermögen oder Geheimcodes sollten niemals am Telefon weitergegeben werden. Verdächtige Anrufe sollten der Polizei gemeldet werden. (red/ab)

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