Wie aus den offiziellen Statistiken der Region hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 43.941 Tiere für wissenschaftliche Versuche verwendet. Den größten Anteil machten mit 92,6 Prozent Mäuse aus. Hinzu kamen mehr als 1.500 Zebrafische und rund 1.300 Ratten. Weitere Versuche betrafen unter anderem Meerschweinchen, Schweine und Vögel.
Die meisten Tiere kamen in der Grundlagenforschung zum Einsatz. Bei 5.735 Tieren wurden Experimente durchgeführt, die als schwerwiegend eingestuft wurden und erhebliche Leiden verursachen können. Weitere 15.457 Tiere waren von Versuchen mittleren Schweregrads betroffen, während 20.274 Tiere Verfahren mit geringer Belastung durchliefen.
Zahl der Versuchstiere deutlich gesunken
Trotz der hohen Zahl toter Tiere zeigt die Statistik einen langfristigen Rückgang bei den tatsächlich eingesetzten Versuchstieren. Mit 43.941 Tieren wurde 2025 der niedrigste Stand seit zehn Jahren erreicht. Im Jahr 2016 waren es noch 86.823 gewesen – nahezu doppelt so viele.
Für die Tierschutzorganisation S.E.A. sind die aktuellen Zahlen dennoch alarmierend. Sie kritisiert insbesondere die Versuche in der Grundlagenforschung, deren medizinischen Nutzen sie infrage stellt. Zugleich verweist sie auf alternative Forschungsmethoden wie Computersimulationen, Zell- und Organkulturen sowie künstliche Intelligenz.
Die Organisation bemängelt außerdem die Kontrollen in den Laboren. Von insgesamt 129 Inspektionen seien 106 im Voraus angekündigt worden. S.E.A. fordert deshalb regelmäßige unangekündigte Überprüfungen.
„Entgegen dem, was diejenigen, die Tierversuche durchführen, glauben machen wollen, leiden Tiere in den Laboren“, erklärt die Organisation. Ein großer Teil der Experimente könne ihrer Ansicht nach mit Folter gleichgesetzt werden, während deren Nutzen fragwürdig sei. (belga/calü)

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