Feuerwerksverbot in Belgien: Minister Weyts fordert landesweite Regelung

<p>Ben Weyts - hier im flämischen Parlament neben Melissa Depraetere zu sehen - drängt auf Verkaufsverbot für privates Feuerwerk.</p>
Ben Weyts - hier im flämischen Parlament neben Melissa Depraetere zu sehen - drängt auf Verkaufsverbot für privates Feuerwerk. | Foto: belga

„Die leichtfertige Gefährdung von Menschen- und Tierleben muss endlich ein Ende haben“, erklärte Weyts am Mittwoch im flämischen Parlament. Anlass war eine parlamentarische Frage der Abgeordneten Gianna Werbrouck (Vooruit).

Für den N-VA-Politiker ist die Forderung keineswegs neu. Bereits 2019 hatte er als flämischer Tierschutzminister ein Feuerwerksverbot eingeführt. Dieses wurde später jedoch vom Verfassungsgericht aufgehoben, weil die flämische Regionalregierung dafür nicht zuständig war.

Seither setzt Weyts auf die Gemeinden und fordert sie auf, Feuerwerksverbote auf lokaler Ebene zu erlassen. Nach seinen Angaben zeigen diese Bemühungen Wirkung: Während des vergangenen Jahreswechsels galt bereits in sieben von zehn flämischen Gemeinden ein entsprechendes Verbot. „Das Bewusstsein wächst also, aber wir sind noch nicht am Ziel“, sagte der Minister.

Niederlande als Vorbild

Auf föderaler Ebene liegen inzwischen mehrere Vorschläge für ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern an Privatpersonen vor. Eine landesweite Regelung lässt jedoch weiterhin auf sich warten.

Nach Ansicht von Weyts haben noch nicht alle Verantwortlichen auf föderaler Ebene die Dringlichkeit eines solchen Verbots vollständig erkannt. Dabei sei gerade jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um eine Entscheidung herbeizuführen.

Als Vorbild verweist der Minister auf die Niederlande, wo inzwischen ein landesweites Feuerwerksverbot für Privatpersonen eingeführt wurde. Diese Entwicklung könnte seiner Ansicht nach auch in Belgien den Weg für eine entsprechende Regelung ebnen.

„Es reicht mit dem leichtfertigen Umgang mit Menschen- und Tierleben. Die Zahl der Opfer ist zu hoch. Das kurze Vergnügen ist es wirklich nicht wert. Menschen und Tiere erleiden Verletzungen, die manchmal sogar tödlich enden“, betonte Weyts.

Unterstützung von Vooruit

Unterstützung erhält Weyts von Gianna Werbrouck (Vooruit), die das Thema im Parlament zur Sprache gebracht hatte. Sie begrüßte sowohl die Forderung nach einem föderalen Verbot als auch den erneuten Appell an die Gemeinden, selbst tätig zu werden. „Die Niederlande haben gezeigt, dass es rechtlich möglich ist, ein solches Verbot einzuführen. Deshalb hoffe ich, dass uns das auch auf unserer Straßenseite gelingt“, erklärte Werbrouck. (belga/calü)

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