Der Vorfall ereignete sich am späten Montagnachmittag in der Nähe des Bahnhofs La Louvière-Sud in der Provinz Hennegau. Wie die SNCB am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Belga bestätigte, waren drei junge Männer an der Rückseite eines fahrenden Zuges unterwegs.
Auf einem Video, das ein Augenzeuge aufnahm und das unter anderem von den Medien der Verlagsgruppe „Sudinfo“ verbreitet wurde, ist zu sehen, wie einer der Beteiligten dem Filmenden zuwinkt.
Die SNCB reagierte mit deutlichen Worten. „Wir verurteilen aufs Schärfste, was sich in der Nähe von La Louvière-Sud ereignet hat“, erklärte Bahnsprecher Tom Guillaume.
Den Beteiligten drohten empfindliche Sanktionen. Die zuständige Polizei sei unmittelbar über den Vorfall informiert worden.
Bei der gefährlichen Aktion handelt es sich um sogenanntes „Trainsurfing“, bei dem sich Menschen außen an fahrenden Zügen festhalten oder auf ihnen mitfahren. Nach Angaben der SNCB werden in Belgien jährlich weniger als zehn solcher Fälle registriert. Das Phänomen sei damit zwar vergleichsweise selten, aber keineswegs harmlos. „Es handelt sich um ein eher marginales Phänomen. Doch jeder einzelne Fall ist einer zu viel“, betonte Guillaume. Die Praxis sei extrem gefährlich. (belga/calü)

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