DG, Saarland, Rheinland-Pfalz und Luxemburg verstärken Zusammenarbeit bei Waldbränden

<p>Bei den Otzenhausener Gesprächen wurde eine gemeinsame Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden unterzeichnet. Ganz links DG-Minister Gregor Freches.</p>
Bei den Otzenhausener Gesprächen wurde eine gemeinsame Absichtserklärung zur grenzüberschreitenden Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden unterzeichnet. Ganz links DG-Minister Gregor Freches. | Foto: Natacha Freisen/Kabinett Freches

Bei den dritten Otzenhausener Gesprächen verständigten sich die Partner unter anderem auf gemeinsame Übungen, eine bessere Abstimmung der Einsatzkräfte und den Austausch von Spezialausrüstung. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch der Großbrand im Hohen Venn, bei dem in diesem Jahr mehr als 3.000 Hektar betroffen waren.

Die Erfahrungen der vergangenen Monate hätten gezeigt, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen den Rettungs- und Sicherheitsdiensten über Landesgrenzen hinweg sei, heißt es dazu in einer Pressemitteilung aus dem Kabinett von DG-Minister Gregor Freches (PFF). Die Absichtserklärung sieht neben gemeinsamen Übungen und Ausbildungen auch eine bessere Abstimmung von Einsatzverfahren sowie den Austausch von Spezialressourcen und Fachwissen vor. Zudem sollen Möglichkeiten für gemeinsame Beschaffungen und die Entwicklung spezialisierter Einsatzkapazitäten geprüft werden.

Vennbrand zeigt die Bedeutung gemeinsamer Einsätze.

„Der Vennbrand hat uns in diesem Jahr eindrücklich gezeigt, welche Dimension Vegetationsbrände auch bei uns erreichen können: Mehr als 3.000 Hektar waren betroffen. Gleichzeitig hat diese Erfahrung deutlich gemacht, dass wir solchen Herausforderungen am wirksamsten gemeinsam begegnen. Mit der heutigen Absichtserklärung wollen wir die Zusammenarbeit in der Großregion weiter konkretisieren, unsere Ressourcen und Erfahrungen besser miteinander verzahnen und uns gemeinsam auf künftige Krisen vorbereiten“, wird Minister Gregor Freches in der Mitteilung zitiert. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost und sein rheinland-pfälzischer Amtskollege Achim Schwickert betonten die Bedeutung einer engen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der Bündelung von Ressourcen und Fachwissen. Luxemburgs Innenminister Léon Gloden verwies auf die Unterstützung durch einen luxemburgischen Löschroboter und Einsatzkräfte bei einem Brand in Illingen. Auch Pascal Bolot, Präfekt des französischen Départements Moselle, sprach sich für eine verstärkte Zusammenarbeit aus, verwies allerdings auf notwendige Vorarbeiten, insbesondere in rechtlicher Hinsicht.

<p>Vertreter aus Politik, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz kamen bei den dritten Otzenhausener Gesprächen im Saarland zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden.</p>
Vertreter aus Politik, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz kamen bei den dritten Otzenhausener Gesprächen im Saarland zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. | Foto: Natacha Freisen/Kabinett Freches

Die Otzenhausener Gespräche gelten seit vielen Jahren als wichtiges Forum für den Austausch zwischen den Akteuren des Bevölkerungsschutzes und der Sicherheitsdienste in der Großregion. Unter dem Leitgedanken „Vor der Krise Köpfe kennen“ fördern sie den Aufbau persönlicher Netzwerke und gemeinsamer Strukturen, die im Ernstfall schnelle und koordinierte Hilfe ermöglichen. (red/sc)

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