DG und VDT starten Pilotprojekt: Mehr Unterstützung für Ostbelgiens Turnvereine

<p>DG und VDT starten Pilotprojekt: Mehr Unterstützung für Ostbelgiens Turnvereine</p>
Foto: Natacha Freisen / Kabinett Freches

Im Mittelpunkt stehen die Turnvereine und ihre Mitglieder. Eine stärkere professionelle Begleitung soll die Vereine entlasten und die Qualität ihrer Angebote langfristig sichern. „Besonders Kinder und Jugendliche sollen Freude an der Bewegung entwickeln und dem Turnsport dauerhaft verbunden bleiben. Gleichzeitig sollen die Rahmenbedingungen für das Leistungsturnen verbessert werden“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Die Grundlagen für das Projekt wurden im vergangenen Jahr gemeinsam von der Regierung, dem VDT und den beteiligten Akteuren erarbeitet. Dabei wurden Ziele, Aufgaben und Rahmenbedingungen festgelegt. Die Erfahrungen und Bedürfnisse der Vereine sollen auch in die weitere Entwicklung einfließen.

„Turnen ist für viele Kinder der erste Kontakt mit dem organisierten Sport“, erklärt Sportminister Gregor Freches.

„Turnen ist für viele Kinder der erste Kontakt mit dem organisierten Sport“, erklärt Sportminister Gregor Freches. „Wir wollen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche diese Freude behalten und in unseren Vereinen gute Bedingungen vorfinden.“ Dafür brauche es qualifizierte Trainer, engagierte Ehrenamtliche und einen Verband, der sie bei ihrer Arbeit unterstütze.

Auch der VDT sieht in dem Projekt eine Möglichkeit, die Vereine und ihre Trainer gezielter zu begleiten. „Wir freuen uns, die bereits geleistete wertvolle Arbeit in unseren Vereinen weiterzuentwickeln und gemeinsam neue Impulse für den Turnsport in Ostbelgien zu setzen. Dieses Projekt gibt uns die Möglichkeit, unsere Vereine und Trainer noch gezielter zu unterstützen und Kinder und Jugendliche langfristig für Bewegung und Sport zu begeistern. Unsere Vereine zeigen großes Interesse und die Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gestalten. So schaffen wir die Voraussetzungen, den Turnsport in seiner ganzen Vielfalt nachhaltig weiterzuentwickeln“, sagt Kathleen Schaus, Technische Direktorin des Verbandes.

Ein Bestandteil des Pilotprojekts ist die schrittweise Einführung von Elementen des sogenannten „Long-Term Athlete Development“ (LTAD). Das Konzept begleitet die sportliche Entwicklung vom Kinderturnen bis zum Leistungssport. Trainingsangebote und Wettkämpfe sollen besser auf die individuellen Fähigkeiten abgestimmt werden. Kinder und Jugendliche sollen so entsprechend ihren Interessen und Möglichkeiten gefördert werden – unabhängig davon, ob sie Turnen als Freizeitbeschäftigung oder leistungsorientiert betreiben.

Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung beginnt nun die praktische Umsetzung. Der VDT wird schrittweise zusätzliche Aufgaben in der Vereinsbegleitung, Trainerqualifizierung und Verbandsentwicklung übernehmen. Die Vereine sollen dabei eng eingebunden werden. Die Umsetzung wird fortlaufend begleitet und ausgewertet. Dabei soll sich auch zeigen, ob das Modell künftig auf andere Sportarten und Fachverbände übertragen werden kann.

Hintergrund des Projekts waren auch die Schwierigkeiten bei der bisherigen Turnförderung. Wie das GrenzEcho im Oktober 2024 berichtete, hatte eine Expertenjury das Konzept des VDT für den Förderzeitraum 2025 bis 2028 negativ bewertet. Damit stand die finanzielle Absicherung der drei Leistungszentren und ihrer Trainer infrage. Für die damalige Saison wurde eine Zwischenlösung gefunden, während der Verband sein Konzept überarbeiten musste. (mn)

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