„Mitreden“: Bei Kaffee und Croissants über Politik diskutieren

<p>Freddy Cremer (links, ProDG) vertritt beim neuen Gesprächsformat „Mitreden“ die politische Mehrheit, Charles Servaty (SP) die Opposition. Am Donnerstag diskutieren beide in den Räumlichkeiten von GE-Media in Eupen über das Thema Raumordnung.</p>
Freddy Cremer (links, ProDG) vertritt beim neuen Gesprächsformat „Mitreden“ die politische Mehrheit, Charles Servaty (SP) die Opposition. Am Donnerstag diskutieren beide in den Räumlichkeiten von GE-Media in Eupen über das Thema Raumordnung. | Foto: David Hagemann

Auf diesen Gedanken setzt das neue Veranstaltungsformat „Mitreden“, das am Donnerstag, 29. Oktober, erstmals bei Kaffee und Croissants in den Räumlichkeiten von GE-Media am Marktplatz in Eupen stattfindet. Im Mittelpunkt der ersten Gesprächsrunde steht das Thema Raumordnung. Darüber diskutieren Bürger mit Vertretern der politischen Mehrheit und Opposition.

Hinter der Initiative steht die Plattform „Demino – Demokratie in Ostbelgien“, eine Initiative der Volkshochschule (VHS), die politische Bildungsangebote in der Deutschsprachigen Gemeinschaft bündelt und bekannter machen möchte. Ziel ist es, Bürgern einen unkomplizierten Zugang zu politischen Themen zu ermöglichen und den direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern zu fördern.

Demino wurde im März dieses Jahres vorgestellt und wird vom Volkshochschule-Bildungsinstitut in Zusammenarbeit mit der Autonomen Hochschule Ostbelgien, dem Rat der deutschsprachigen Jugend und Jugendinfo getragen. Die Plattform versteht sich als zentrale Anlaufstelle für politische Bildung und möchte Menschen aller Altersgruppen dazu ermutigen, sich mit demokratischen Prozessen auseinanderzusetzen und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Dreimal jährlich soll künftig eine solche Gesprächsrunde stattfinden. Dabei treffen Vertreter der politischen Mehrheit und Opposition auf interessierte Bürger, um über aktuelle gesellschaftliche Fragen zu diskutieren. Im Vordergrund steht nicht die klassische politische Auseinandersetzung, sondern ein offenes Gespräch, bei dem unterschiedliche Meinungen ausdrücklich erwünscht sind. Gerade angesichts zunehmend zugespitzter Debatten in den sozialen Medien möchten die Organisatoren einen anderen Weg einschlagen. Statt kurzer Schlagworte sollen Argumente ausgetauscht, Fragen gestellt und politische Entscheidungen verständlicher gemacht werden. Der bewusst kleine Rahmen soll dafür sorgen, dass möglichst alle Teilnehmer zu Wort kommen.

Bei der Premiere sind sowohl die politische Mehrheit als auch die Opposition vertreten: Für die Mehrheit nimmt Freddy Cremer, der Fraktionsvorsitzende von ProDG im Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft (PDG), teil. Die Opposition wird durch Charles Servaty, Fraktionsvorsitzender der SP, vertreten. Moderiert wird das Gespräch von André Goebels. (sc)


Die Auftaktveranstaltung von „Mitreden“ findet am Donnerstag von 8 bis 9.15 Uhr in den Räumlichkeiten von GE-Media am Marktplatz 8 in Eupen statt. Alle verfügbaren Plätze sind inzwischen vergeben. Eine Anmeldung ist daher nicht mehr möglich.

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