In der gesamten erwerbstätigen Bevölkerung liegt dieser Anteil bei 56 Prozent. Besonders auffällig: 57 Prozent der befragten jungen Arbeitnehmer nutzen Zahlungsmodelle nach dem Prinzip „Buy Now, Pay Later“ (deutsch: „Jetzt kaufen, später bezahlen“), weil ihr Gehalt nicht bis zum Monatsende reicht.
Die finanziellen Schwierigkeiten zeigen sich auch im Alltag. Sieben von zehn jungen Arbeitnehmern greifen früher als geplant auf ihre Ersparnisse zurück. Rund zwei Drittel tätigen gelegentlich Anschaffungen, die sie eigentlich auf den nächsten Monat verschieben müssten. Zudem haben 63 Prozent bereits zusätzliche Gebühren oder Strafzahlungen wegen verspätet beglichener Rechnungen zahlen müssen.
Finanzielle Sorgen weit verbreitetFür die Untersuchung befragte Deel mehr als 1.000 Arbeitnehmer in Belgien, die monatlich bezahlt werden. Demnach machen sich 71 Prozent der 18- bis 34-Jährigen regelmäßig Sorgen um ihre finanzielle Situation. Besonders belasten sie steigende Lebensmittelpreise und unerwartete Ausgaben (jeweils 38 Prozent) sowie Energiekosten (36 Prozent). Lediglich drei Prozent geben an, keinerlei finanziellen Stress zu empfinden.
Jessica Pillow, weltweit für Vergütungsfragen bei Deel verantwortlich, sieht darin nicht ausschließlich ein Problem der persönlichen Haushaltsführung. Vielmehr könne der Abstand zwischen der monatlichen Gehaltszahlung und den laufenden Ausgaben dazu führen, dass Arbeitnehmer ohne ausreichende Rücklagen auf Kredite angewiesen seien. (rt)

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