Nur noch knapp ein Drittel dieser erwerbslosen Personen bezieht Arbeitslosenunterstützung. Im Vergleich zum dritten Quartal des Jahres 2025 ist die Arbeitslosenzahl in der DG um -4,6 % (oder -128 Personen) gesunken, nachdem sich auch in den Sommermonaten Juli und August dieses Jahr weniger Personen arbeitslos gemeldet haben als im Vorjahr. Der Rückgang ist teilweise auf eine technische Änderung zurückzuführen: Personen ohne gesicherte Angaben zum Aufenthaltsstatus werden seit März nicht mehr zu den Vollarbeitslosen gezählt. Das teilte das Arbeitsamt der DG (ADG) mit.
Die seit Januar erfolgten Ausschlüsse vom Arbeitslosengeld tragen hingegen nur dann zum Rückgang bei, wenn die betroffenen Personen Arbeit finden oder wenn sie sich ganz vom Arbeitsmarkt zurückziehen, das bedeutet, wenn sie die Pension beantragen, krankgeschrieben werden oder in die Inaktivität wechseln. In der Regel aber bleiben die ausgeschlossenen Personen zunächst als Arbeitslose eingetragen, und zwar entweder in der Kategorie der „sonstigen verpflichtend Eingetragenen“ – worunter die Empfänger von Eingliederungseinkommen seitens eines ÖSHZ fallen – oder in die Kategorie der „freiwillig Eingetragenen“, die keinerlei Ersatzeinkommen beziehen, wie das Arbeitsamt weiter mitteilt.
Dadurch habe innerhalb der Vollarbeitslosen eine starke Verschiebung stattgefunden – von den Empfängern von Arbeitslosengeld hin zu den beiden anderen genannten Kategorien. Aufgrund der Reform der Arbeitslosengesetzgebung hätten zwischen Januar und September rund 600 Personen in der DG ihr Arbeitslosen- oder Berufseingliederungsgeld verloren. Dies entspricht einem Rückgang bei den Arbeitslosengeldempfängern um 42 %. Nur noch 31 % aller Vollarbeitslosen sind derzeit Arbeitslosengeldempfänger. Hingegen ist die Zahl der arbeitsuchenden Bezieher von Eingliederungseinkommen im Vergleich zum Vorjahr um 61 % gestiegen. Die Zahl der freiwillig eingetragenen Arbeitsuchenden ist ebenfalls um 59 % angestiegen.
Die Zahl der Schulabgänger in der Berufseingliederungszeit (BEZ) ist wegen strengerer Diplombedingungen und einer auf sechs Monate verkürzten Bezugsdauer nicht mehr mit den Vorjahren vergleichbar. Ende September waren nur noch 120 Jugendliche (4,7 % aller Vollarbeitslosen) in dieser Kategorie erfasst, etwa halb so viele wie im Vorjahr. Schulabgänger, die die Diplombedingungen nicht erfüllen, werden als freiwillig Eingetragene geführt.
Im Kanton Eupen beträgt die Arbeitslosenquote 8,8 % und in der Eifel 3,8 %. Die Arbeitslosenquote nach Geschlecht beträgt 6,5 % bei den Männern und 7,0 % bei den Frauen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr fällt bei den Frauen etwas stärker aus als bei den Männern.
Knapp ein Drittel der Arbeitslosen in der DG (31 %) ist älter als 50 Jahre, und davon fast die Hälfte sogar älter als 60 Jahre. Der Anteil der Unter-25-Jährigen liegt mit 15 % nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, auch wenn er im dritten Quartal aufgrund der neu eingetragenen Schulabgänger etwas ansteigt. Der Rückgang der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr betraf im letzten Quartal vor allem die 30-39-Jährigen sowie die Über-50-Jährigen.
Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen (56 %) ist seit mehr als einem Jahr arbeitslos und zählt damit zu den Langzeitarbeitslosen. Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem die Zahl der Personen mit einer Dauer der Arbeitslosigkeit von zwei bis fünf Jahren deutlich gestiegen, was u.a. darauf zurückzuführen ist, dass seit September 2023 die Eintragung der freiwillig eingetragenen Personen nicht mehr zeitlich befristet ist. Deutlich rückläufig ist hingegen die Zahl der Kurzzeitarbeitslosen und in etwas geringerem Umfang auch derjenigen mit einer Dauer von mehr als fünf Jahren, teilt das Arbeitsamt weiter mit.
Rund 41 Prozent der Arbeitslosen gelten als niedrigqualifiziert. Mit 6,7 Prozent liegt die Arbeitslosenquote in der DG nahezu gleichauf mit Flandern (6,8 Prozent), wo allerdings auch Arbeitsuchende in Ausbildung mitgezählt werden. Deutlich höher ist sie in der Wallonie (16,0 Prozent) und in Brüssel (18,2 Prozent). Während die Arbeitslosenzahlen in der DG, Flandern und der Wallonie gegenüber dem Vorjahr sanken, stiegen sie in Brüssel. Im dritten Quartal 2026 wurden dem Arbeitsamt 223 offene Stellen (ohne Interim-Stellen) gemeldet, davon 86 Prozent von ostbelgischen Arbeitgebern, womit die Zahl etwa auf Vorjahresniveau liegt. (red/sc)

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