Einbrecher haben im Winter Hochsaison

<p>Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Einbruchsgefahr. Das Innenministerium gibt Tipps, wie sich Bürger vor ungebetenen Gästen schützen können.</p>
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Einbruchsgefahr. Das Innenministerium gibt Tipps, wie sich Bürger vor ungebetenen Gästen schützen können. | Illustration: Photo News

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Gefahr von Wohnungseinbrüchen. Zwischen Oktober und Dezember 2025 registrierte die Föderalpolizei in Belgien insgesamt 12.478 Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen. Aus diesem Anlass macht das föderale Innenministerium mit einer Präventionskampagne auf die Risiken aufmerksam und gibt praktische Ratschläge, wie sich Bürger vor Einbrechern schützen können.

Besonders begehrt sind bei Einbrechern Schmuck, Bargeld und elektronische Geräte. Dabei können bereits einfache Sicherheitsvorkehrungen das Risiko erheblich verringern. Laut Innenministerium geben Einbrecher einen Einbruchsversuch in der Regel nach drei Minuten auf, wenn sie nicht schnell genug in ein Gebäude gelangen können. Entscheidend ist deshalb, Türen und Fenster konsequent zu sichern – auch wenn man das Haus nur für kurze Zeit verlässt. Wertgegenstände sollten nicht von außen sichtbar sein. Zusätzlichen Schutz bieten Sicherheitsschlösser, abschließbare Fenstergriffe und Verbundglas. Auch Alarmanlagen können Einbrecher abschrecken. Diese sollten ordnungsgemäß angemeldet und regelmäßig gewartet werden. Werkzeuge oder Leitern sollten zudem nicht im Freien liegen bleiben, da sie Einbrechern den Zugang erleichtern können.

Besonders während längerer Abwesenheiten empfiehlt das Innenministerium, den Eindruck zu erwecken, dass das Haus bewohnt ist. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung, ein eingeschaltetes Radio oder Nachbarn, die regelmäßig den Briefkasten leeren, können dabei helfen. Von öffentlichen Ankündigungen einer Urlaubsreise in sozialen Netzwerken wird ausdrücklich abgeraten. Wer längere Zeit verreist, kann sich außerdem bei seiner Gemeinde oder der örtlichen Polizeizone erkundigen, ob eine Überwachung des Hauses während der Abwesenheit angeboten wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Sicherheitsberater für Diebstahlprävention kostenlos und unverbindlich um eine Begutachtung der Wohnung oder des Hauses zu bitten.

Das Innenministerium ruft die Bevölkerung auch zu erhöhter Wachsamkeit in der Nachbarschaft auf. Verdächtige Beobachtungen sollten umgehend über die Notrufnummer 112 der Polizei gemeldet werden. Hilfreich kann zudem die Teilnahme an einem lokalen Präventionsnetzwerk sein, in dem sich Nachbarn gegenseitig über verdächtige Vorgänge informieren. Eine weitere Empfehlung betrifft die Dokumentation von Wertgegenständen. Fotos, Seriennummern und Kaufbelege sollten aufbewahrt werden, damit gestohlene Gegenstände später leichter identifiziert werden können. Wurde ein Briefkasten aufgebrochen, ist besondere Vorsicht geboten: In den darauffolgenden Tagen könnten gefälschte Rechnungen zugestellt werden.

Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Einbruch, sollte sofort die Polizei verständigt werden. Betroffene sollten möglichst nichts berühren, um mögliche Spuren nicht zu zerstören. Bankkarten und elektronische Geräte sollten gesperrt, die gestohlenen Gegenstände aufgelistet und die Versicherung informiert werden. Das Innenministerium weist schließlich darauf hin, dass ein Einbruch nicht nur materielle Schäden verursacht. Opfer leiden häufig unter Angstgefühlen oder einem anhaltenden Unsicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden. Betroffene sollten deshalb nicht zögern, sich an eine Opferhilfestelle zu wenden. (sc)

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