Erst die Führung, dann eine Packung: AS Eupen scheitert im Pokal an KV Mechelen

<p>Erst die Führung, dann eine Packung: AS Eupen scheitert im Pokal an KV Mechelen</p>
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Nach dem Aus im Croky Cup steht für die AS Eupen bereits die nächste wichtige Aufgabe an: Am kommenden Wochenende (Sonntag, 16 Uhr) treffen die Ostbelgier im eigenen Stadion auf Beerschot. Dann bietet sich den „Pandas“ die Chance, erstmals an die Tabellenspitze der Challenger Pro League zu klettern.

KV Mechelen 5:1 AS Eupen

Im Pokalduell gegen den kriselnden Erstligisten (sechs Punkte aus acht Spielen) verzichtete AS-Cheftrainer Felice Mazzu am Sonntag auf die sonst gerne mit dem Landespokal verbundenen Experimente – er baute seine Mannschaft auf lediglich einer Position um: Im Mittelfeld erhielt Chris-Kévin Nadje den Vorzug gegenüber Mark Müller. Ein bekanntes Gesicht stand derweil im Tor des KV Mechelen: Ortwin De Wolf – zwischen 2019 und 2021 Torwart der AS Eupen (41 Einsätze) – kam gegen seinen Ex-Verein zu seinem ersten Saisoneinsatz. Auch Ex-Schalke-Stürmer Benito Raman spielte gegen das als Außenseiter angereiste Eupen von Anfang an.

<p>Nadje stand gegen den KV Mechelen von Anfang an auf dem Platz.</p>
Nadje stand gegen den KV Mechelen von Anfang an auf dem Platz. | Foto: belga

Bis Sonntagnachmittag war noch keiner der Erstligisten im Sechzehntelfinale des Pokals gestolpert – in Mechelen sah es nach wenigen Minuten so aus, als könne sich das ändern: Innenverteidiger Igor Plastun sorgte nach der ersten Ecke der Partie für das frühe 0:1, als er den Ball aus zentraler Position über die Linie drückte. Ein anschließend gut organisiertes Eupen ließ trotz des größeren Ballbesitzes des Gegners zunächst keine Chancen zu und lauerte dabei auf Konter.

Während „Malinwa“ das Spiel bestimmte und Lejoly das eine oder andere Mal zum Eingreifen zwang, sorgte Nadje nach knapp 20 Minuten für die nächste Aktion der Ostbelgier: Allein machte er sich auf den Weg in Richtung De Wolf, verlor dann aber das direkte Duell mit dem ehemaligen Eupener, der die AS 2021 zunächst in Richtung FC Antwerp verlassen hatte. Ab und an schnupperte Eupen zumindest am 2:0.

<p>Plastun sorgt für das frühe 0:1.</p>
Plastun sorgt für das frühe 0:1. | Foto: Photo News

„Wir wollen das Spiel auch etwas genießen“, hatte Verteidiger Van Genechten vor dem Duell erklärt – und zunächst sah es bei einem ordentlichen Auftritt der Gäste tatsächlich danach aus: Mit einem Freistoß sorgte Delaurier-Chaubet für die nächste Eupener Gelegenheit (22.). Kurz darauf wurde aus dem 0:1 allerdings das 1:1: Koudou brachte den KV Mechelen nicht unverdient zurück ins Spiel. Zehn Minuten später war die Partie sogar gedreht: Nach einem Eckball schraubte sich Decherf höher als die AS-Verteidiger in die Luft und köpfte zum 2:1 ein.

Geschockt wirkte Eupen nach dem zweiten Gegentreffer nicht: Unter anderem strahlte Delaurier-Chaubet mit einem Distanzschuss auf das Tor von De Wolf gegen einen ab und an doch anfällig wirkenden KV Mechelen noch Torgefahr aus.

Eupen kassiert sofort nach dem Seitenwechsel zwei Gegentore.

So gut Eupen in den ersten Durchgang gestartet war, so furios begann der KV Mechelen die zweite Halbzeit: Nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff legte Mbasi gegen eine noch nicht wieder im Spiel angekommene AS-Defensive das 3:1 nach. Wer zu diesem Zeitpunkt immer noch auf einen überraschenden Einzug der Eupener ins Achtelfinale hoffte, wurde kurz darauf eines Besseren belehrt: Hammar knallte den Ball in der 48. Minute zum 4:1 an Lejoly vorbei ins Tor. Eupen spielte sich trotz des deutlichen Rückstands immer wieder nach vorne, ehe Mazzu dreifach wechselte: Für Nuhu, Simakala und Keita brachte er Vidigal, Kikas und Müller.

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Die drei standen erst wenige Minuten auf dem Platz, als der KV Mechelen den fünften Treffer nachlegte und den Nachmittag für die Eupener noch bitterer machte: Lejoly ließ einen Schuss nach vorne abprallen, ehe Van Brederode zum 5:1 abstaubte. Anders als noch teils vor der Pause war nun ein Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften zu erkennen. Zu echten Torchancen kam die AS Eupen bis zum Schlusspfiff nicht mehr und schied trotz einer ordentlichen ersten Halbzeit verdient aus dem Landespokal aus.

Wie es für den KV Mechelen weitergeht, ist noch offen. Das Achtelfinale wird am Sonntagabend nach dem Spiel zwischen Sint-Truiden und Lommel ausgelost.

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