Die 26-jährige Westflämin zeigte ein starkes Rennen, lag zwischenzeitlich sogar in Führung und musste sich am Ende nur der irischen Weltmeisterin Lara Gillespie und der Dänin Amalie Dideriksen geschlagen geben. Für Belgien war es bereits die vierte Medaille bei diesen Titelkämpfen.
Nach den enttäuschenden Ergebnissen in der Mannschaftsverfolgung (Platz zehn) und im Madison an der Seite von Lotte Kopecky (Platz sieben) konnte Bossuyt im Einzelwettbewerb ihre gute Form unter Beweis stellen. Bereits in der ersten Hälfte des Rennens über 100 Runden und 25 Kilometer setzte die belgische Straßenmeisterin ein Ausrufezeichen. Mit einem erfolgreichen Rundengewinn übernahm sie deutlich die Führung in der Gesamtwertung. Die lange Attacke hatte allerdings viel Kraft gekostet. Bossuyt musste sich anschließend längere Zeit erholen und verlor nach Rundengewinnen von Gillespie und Dideriksen die Spitzenposition. In der spannenden Schlussphase verteidigte sie jedoch ihren dritten Platz und sicherte sich damit Bronze. Gillespie gewann den Weltmeistertitel mit 42 Punkten vor Dideriksen (37) und Bossuyt (35). Titelverteidigerin Yareli Acevedo aus Mexiko belegte mit 13 Punkten den vierten Rang. Lotte Kopecky, die 2021 und 2023 Weltmeisterin im Punktefahren geworden war, verzichtete auf einen Start. Zuvor hatte Kopecky in Shanghai bereits Gold im Ausscheidungsfahren gewonnen. Fabio Van den Bossche holte Silber im Omnium, Lindsay De Vylder Bronze im Scratch. Am letzten Wettkampftag stehen für Belgien weitere Medaillenchancen auf dem Programm: Jules Hesters tritt im Ausscheidungsfahren an, Zita Gheysens im Keirin-Finale. Zum Abschluss wollen die Titelverteidiger Lindsay De Vylder und Fabio Van den Bossche im Madison ihren Weltmeistertitel verteidigen. (belga/sc)

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