Nach Ausschreitungen in Brüssel: Zehn Festnahmen und Schäden an PS-Zentrale

<p>Polizisten und Demonstranten bei einer Protestaktion junger Menschen am Samstag in Brüssel.</p>
Polizisten und Demonstranten bei einer Protestaktion junger Menschen am Samstag in Brüssel. | Foto: Belga/Nicolas Maeterlinck

Noch zwischen 18 und 19 Uhr war es in der Umgebung des Börsenplatzes zu mehreren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und jungen Demonstranten gekommen. Die Polizei drängte die Gruppe schließlich mit einem Einsatz von Tränengas und einem Polizeivorstoß aus dem Bereich.

Kurz darauf formierte sich auf dem Boulevard Anspach ein neuer Demonstrationszug, der durch angrenzende Straßen in Richtung Porte de Ninove zog. Unterwegs wurden Mülltonnen umgeworfen und angezündet. Zudem ließen Teilnehmer Leihfahrräder und E-Scooter mitten auf der Fahrbahn zurück. Nach mehreren Einsätzen und Festnahmen durch Polizisten in Zivil löste sich auch diese Gruppe auf. Im Verlauf der Ausschreitungen wurde zudem die Zentrale der Brüsseler Sozialisten (PS) angegriffen. Dabei gingen unter anderem Fensterscheiben zu Bruch. Die Partei verurteilte die Sachbeschädigungen am Samstagabend auf der Plattform X scharf. „Das Recht auf Demonstration und Protest ist grundlegend. Aber nichts rechtfertigt Zerstörungen, Sachbeschädigungen oder Einschüchterungen“, erklärte die PS. Die Ausschreitungen hatten sich am Samstag im Zusammenhang mit Protesten im Bildungssektor entwickelt. Nach einem zunächst friedlichen Demonstrationszug durch die Innenstadt war die Lage im Laufe des Tages eskaliert. (belga/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment