Sprengstoffdrohung auf E25: Mann stellt sich nach Verhandlungen

<p>Sprengstoffdrohung auf E25: Mann stellt sich nach Verhandlungen</p>
Foto: Ives Brcic/Sudinfo

Ausgangspunkt des Großeinsatzes war ein Verkehrsunfall kurz vor 10 Uhr zwischen den Anschlussstellen Sprimont und Aywaille in Fahrtrichtung Luxemburg. Nach Angaben der Lütticher Staatsanwaltschaft soll der Mann den Zusammenstoß mit insgesamt drei beteiligten Fahrzeugen absichtlich verursacht haben. Eine Person wurde leicht verletzt.

Als die Rettungskräfte eintrafen, erklärte der Unfallbeteiligte, dass sich Sprengstoff in seinem Wagen befinde und er diesen mit sich selbst darin zur Explosion bringen wolle. Die Behörden bestätigten später, dass Spuren von Sprengstoff festgestellt worden waren. Polizei, Feuerwehr, Kampfmittelräumdienst und Spezialeinheiten der föderalen Polizei rückten daraufhin aus.

Die E25 wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt und ein großräumiger Sicherheitsbereich eingerichtet. Rund 100 Menschen aus etwa 50 Fahrzeugen mussten den Gefahrenbereich verlassen. Bürgermeister Luc Delvaux rief die kommunale Krisenphase aus, die nach der Festnahme wieder aufgehoben wurde.

Für zusätzliche Verwirrung sorgten Meldungen, wonach es sich bei dem Mann um einen Polizisten handeln soll. Wie der Lütticher Abteilungsstaatsanwalt Gilles de Villers Grand-Champs gegenüber „La Meuse“ bestätigte, hatte der Verdächtige gegenüber den Rettungskräften tatsächlich behauptet, Polizist zu sein. Diese Aussage war jedoch falsch. Offenbar wollte er die Rettungskräfte damit zum Rückzug bewegen.

Gegen den Mann wurden Ermittlungen wegen der Androhung eines Anschlags und des Besitzes von Sprengvorrichtungen eingeleitet. Er soll nun vernommen werden. Seine Identität und sein Alter waren zunächst nicht bekannt. Ob ein Untersuchungsrichter eingeschaltet wird, war am Samstagnachmittag noch offen. Die Autobahn soll wieder freigegeben werden, sobald die Ermittlungsarbeiten am Einsatzort abgeschlossen sind.(belga/jj)

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