Zwischen Januar und September 2026 wurden am Lütticher Flughafen mehr als eine Million Tonnen Waren umgeschlagen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht das einem Zuwachs von 7,3 Prozent.
Im dritten Quartal geriet das Wachstum allerdings ins Stocken. Mit 334.467 Tonnen blieb das Frachtaufkommen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig ging die Zahl der Flugbewegungen um sechs Prozent auf 6.826 zurück.
Neue Paketsteuer zeigt Wirkung
Als Grund für diese Entwicklung nennt der Regionalflughafen eine neue Abgabe, die am 1. Juli eingeführt wurde. Seitdem werden importierte Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro mit einer Steuer von drei Euro belegt.
Die Folgen sind nach Angaben des Airports deutlich spürbar: „Seit der Einführung dieser Maßnahme ist das Volumen kleiner Pakete aus dem Onlinehandel um 42 Prozent zurückgegangen“, teilten die Verantwortlichen mit. Für den größten Frachtflughafen Belgiens ist das ein erheblicher Einschnitt in einem wichtigen Geschäftsbereich.
Exporte legen um 18,5 Prozent zu
Dass die Gesamtbilanz dennoch positiv ausfällt, liegt vor allem am Exportgeschäft. Zwischen Januar und September wurden 453.265 Tonnen Waren ausgeführt. Das entspricht einem Zuwachs von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Flughafendirektor Laurent Jossart sieht darin einen Beleg für die Widerstandsfähigkeit des Standorts. „Auch wenn das Wachstum im dritten Quartal aufgrund der neuen Besteuerung kleiner Pakete schwach ausfiel, setzt der Flughafen seine positive Entwicklung fort“, erklärte Jossart.
Die Zahlen zeigten die Widerstandsfähigkeit der Frachtplattform und die zunehmende Diversifizierung ihrer Aktivitäten, betonte der Geschäftsführer. (belga/calü)

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