Ohne Fleiß kein Preis, so sagt das Sprichwort. Und wenn die Kinder oder Jugendlichen Ostbelgiens im Sport etwas erreichen wollen, dann wissen sie, dass Anstrengung nötig ist. Warum soll das in der Schule anders sein?
Vor gut zehn Jahren hat Portugal dies deutlich gemacht. Nuno Crato, ein Mathematikprofessor, amtierte von 2011 bis 2015 als parteiunabhängiger Unterrichtsminister einer Mitte-rechts-Regierung. Er vertrat eine Politik, die auf präziseren Lehrplänen, hohen Leistungsanforderungen und verstärkten Leistungsüberprüfungen basierte... und Portugal schnitt zusehends besser ab bei PISA-Tests.
Der Unterschied in Portugal zu früher laut Crato: Damals lag der Fokus zu stark auf „die Kinder glücklich machen“ und „die Schüler sich selbst entwickeln lassen sowie den Unterricht auf ihre Interessen basieren“. Nuno Crato befürwortete ein Bildungskonzept, das den Schwerpunkt auf fachliches Wissen, klare Lernziele und hohe schulische Anforderungen legte. Er kritisierte pädagogische Ansätze, die seiner Meinung nach zu stark auf Methoden und zu wenig auf die zu vermittelnden Inhalte ausgerichtet waren.
Wenn die ostbelgischen Schüler beim PISA-Test selber angeben, dass sie sich im letzten Jahr weniger haben anstrengen müssen als im Jahr davor, dann braucht es wohl keine weiteren Erklärungen. Und unglücklich brauchen sie nicht zu werden, wenn man sie etwas mehr fordert. Verschiedene Studien belegen, dass Kinder, welche genügend Zeit ins Lernen investieren, glücklicher sind als diejenigen, die es nicht tun.
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