Ausschreitungen in Brüssel: STIB fordert Schadenersatz für zerstörte Busse

<p>Bei den Ausschreitungen am Rande der Demonstration vom 9. Oktober in Brüssel wurden mehrere Busse und Straßenbahnen beschädigt.</p>
Bei den Ausschreitungen am Rande der Demonstration vom 9. Oktober in Brüssel wurden mehrere Busse und Straßenbahnen beschädigt. | Archivbild: belga

Nach einer vorläufigen Bilanz wurden drei Straßenbahnen mit eingeschlagenen Scheiben und vier Busse beschädigt. Einer der Busse wurde vollständig zerstört. Auch ein Wartehäuschen und ein Aufzug wurden in Mitleidenschaft gezogen. Zudem müssen Teile der Gleisinfrastruktur noch überprüft werden.

Die STIB ist derzeit dabei, die Gesamthöhe des Schadens zu ermitteln. „Nichts kann eine solche Gewalt gegen einen unverzichtbaren öffentlichen Dienst rechtfertigen. Wir sind sehr schockiert über das Geschehene“, erklärte das Unternehmen am Montag.

Die Verkehrsgesellschaft kritisierte insbesondere, dass öffentliche Verkehrsmittel und Einrichtungen beschädigt wurden, auf die täglich Tausende Brüsseler angewiesen sind. Die Zerstörungen beeinträchtigten die Fahrgäste und verursachten erhebliche Kosten für die Allgemeinheit – in einer Zeit, in der die Finanzen der Hauptstadtregion ohnehin angespannt seien.

„Glücklicherweise sind unser Fahrer und alle Fahrgäste wohlauf. Aber diese sinnlose Gewalt ist kontraproduktiv und äußerst schockierend“, betonte die STIB.

An der Demonstration gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der föderalen Arizona-Koalition hatten am Freitag, dem 9. Oktober, nach Polizeiangaben rund 30.000 Menschen teilgenommen. Die Gewerkschaften sprachen von 50.000 Demonstranten.

Der eigentliche Demonstrationszug zwischen dem Zentralbahnhof und dem Südbahnhof verlief friedlich. Vor, während und nach dem Marsch kam es jedoch zu Zwischenfällen. (belga/rt)

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