Belgisches Diabetesforum fordert bessere Betreuung und Früherkennung

<p>Das Belgische Diabetesforum hat bei der Veranstaltung „Speak Up“ in Brüssel Bilanz über die Fortschritte in der Diabetesversorgung gezogen und weitere Verbesserungen gefordert.</p>
Das Belgische Diabetesforum hat bei der Veranstaltung „Speak Up“ in Brüssel Bilanz über die Fortschritte in der Diabetesversorgung gezogen und weitere Verbesserungen gefordert. | Illustrationsbild: dpa

Seit 2021 bringt „Speak Up“ Diabetespatienten, medizinisches Fachpersonal, Patientenorganisationen, Krankenkassen, Experten und politische Entscheidungsträger zusammen. Aus dem Austausch sind mehrere Initiativen entstanden. So erhalten Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes seit Januar 2024 durch ein spezielles Einstiegsprogramm schneller Zugang zu einer koordinierten Betreuung. Auch die bessere Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten und die Früherkennung von Typ-1-Diabetes, unter anderem durch die Plattform BEAT T1D, wurden vorangetrieben.

Dennoch sieht das Forum weiterhin Handlungsbedarf. Dazu zählen ein verbesserter Austausch von Gesundheitsdaten, die frühzeitige Erkennung von Folgeerkrankungen und die Stärkung des Rechts auf Vergessenwerden für Menschen mit Typ-1-Diabetes. Auch die erwartete Verlängerung der Diabetes-Konvention sei entscheidend, um den Zugang zu spezialisierter Betreuung und Geräten zur Selbstkontrolle sicherzustellen.

„In Belgien können wir stolz auf die Qualität der Diabetesversorgung und die Fortschritte der vergangenen Jahre sein. Wir müssen bewahren, was bereits funktioniert, und gleichzeitig die Versorgung weiter verbessern“, erklärte BEDF-Präsident Professor Frank Nobels.

Das Forum fordert zudem eine stärkere Vernetzung der Behandlung von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenleiden und Fettleibigkeit. Bislang seien Prävention und Versorgung zu häufig voneinander getrennt organisiert. Eine ganzheitliche Betreuung könnte Risiken früher erkennen und Patienten besser unterstützen.

„Ein Mensch erlebt seinen Diabetes nicht unabhängig von seiner Herz-Kreislauf-Gesundheit, seinen Nieren oder seinem Gewicht“, betonte William Leysen von der Diabetesliga. Ziel sei eine zugängliche, abgestimmte und stärker auf die Patienten ausgerichtete Diabetesversorgung. (belga/rt)

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