Nach 239 anspruchsvollen Kilometern von Bergamo nach Como erreichte Seixas das Ziel mit 48 Sekunden Vorsprung auf den Spanier Enric Mas. Der Italiener Giulio Ciccone komplettierte das Podium mit 1:05 Minuten Rückstand. Evenepoel entschied 1:20 Minuten hinter dem Sieger den Sprint um Rang vier für sich.
Seixas war der jüngste Teilnehmer des Rennens, das traditionell den Abschluss der Monumente-Saison bildet. Für den Franzosen war es bereits der achte Profisieg seiner Karriere – und der bislang bedeutendste.
Schon Ende April hatte er bei Lüttich–Bastogne–Lüttich an einem Triumph bei einem Monument geschnuppert. Damals musste er sich allerdings Tadej Pogacar geschlagen geben. Bei seinem Debüt in der Lombardei im vergangenen Jahr hatte Seixas bereits mit Platz sieben aufhorchen lassen.
In dieser Saison unterstrich das französische Talent seine Klasse mit zahlreichen Erfolgen. Neben einem Etappensieg bei der Algarve-Rundfahrt gewann er die Faun-Ardèche Classic, drei Etappen und die Gesamtwertung der Baskenland-Rundfahrt sowie den Wallonischen Pfeil.
Pogacars Siegesserie endet in Abwesenheit
Mit seinem Erfolg tritt Seixas die Nachfolge von Tadej Pogacar an. Der Slowene hatte die Lombardei-Rundfahrt zuletzt fünfmal in Folge gewonnen und damit den Rekord des Italieners Fausto Coppi eingestellt.

In diesem Jahr fehlte Pogacar allerdings am Start. Der Slowene erholt sich noch von den Verletzungen, die er sich bei einem schweren Sturz während der Spanien-Rundfahrt zugezogen hatte.
Damit steht erstmals seit 2020 wieder ein anderer Name ganz oben auf der Siegerliste des italienischen Herbstklassikers. (belga/calü)

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