„Es gibt kaum einen schöneren Anlass für eine Rede als die Eröffnung einer neuen Schule“, sagte Bürgermeister Werner Henkes. Er dankte insbesondere Sabrina Alard, die das Projekt für die Stadt St.Vith begleitet habe. Allein zum Fortgang der Arbeiten seien 95 Berichte mit insgesamt 508 Seiten erstellt worden. Sein Dank gelte daher allen, die am Gelingen beteiligt waren. Henkes verwies zugleich auf die weiteren Schulprojekte in der Gemeinde. In Neidingen und Recht laufen derzeit Renovierungsarbeiten, anschließend ist Lommersweiler an der Reihe. Die Planungen für Crombach haben begonnen. Den Abschluss werde St.Vith bilden, wo wegen der Unterbringung des ZAWM größere Arbeiten notwendig seien.

Schulschöffin Margret Schmitz blickte auf die lange Planungs- und Bauphase zurück. Sie würdigte die Arbeit ihrer Vorgängerin Annemarie Hönders-Hermann und dankte auch dem früheren Schulleiter Walter Büx. „Nicht die Räume bestimmen die Pädagogik, sondern die pädagogischen Bedürfnisse bestimmen die Räume“, betonte Schmitz. Ein besonderer Dank ging an die Anwohner, die während zweieinhalb Jahren Staub, Lärm und Schmutz hinnehmen mussten. Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum Hof Peters und zum betreuten Personal erhoffe man sich künftig noch engere Kontakte. Das sei gelebte Inklusion. Minister Jérôme Franssen bezeichnete die Schule als Lebensort. Für 77 Kinder sei in Emmels ein zeitgemäßes Gebäude entstanden. Die Regierung der DG habe deshalb die höchstmögliche Bezuschussung von 80 Prozent gewährt. „Wer in Bildung investiert, investiert in die Zukunft“, unterstrich Franssen.

Schulleiter Julian Pauels stellte die Menschen in den Mittelpunkt: „Was macht Schule aus? Nicht die Gebäude, sondern die Menschen, die dort arbeiten.“ Er dankte allen für ihr Verständnis während der schwierigen Übergangszeit. Der Unterricht in Containern sei nicht immer einfach gewesen, doch gemeinsam habe man diese Phase bewältigt. Nach der symbolischen Banddurchtrennung besichtigten die Gäste die vollständig barrierefreie Schule. Das Blechbläsersextett Verdissimo aus Nidrum sorgte für die musikalische Umrahmung.
Beim Tag der offenen Tür am Samstag standen Animationen, Spiele sowie Kaffee und Kuchen auf dem Programm. Aufmerksamkeit fand auch eine Informationstafel über den aus Emmels stammenden Bruder Marianus (Anton Arens), der im 19. Jahrhundert den Arithmometer erfand. Ein Exemplar dieses frühen Rechengeräts war ebenfalls ausgestellt. (chris)

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