Das Forschungsprogramm wurde 2022 von Deutschland und Spanien gestartet. In einer ersten Phase konnten die Partner bereits nachweisen, dass eine automatisierte Luftbetankung bei bemannten Flugzeugen technisch möglich ist. Nun geht es darum, die verbleibenden technischen Hürden zu überwinden, damit ein einziges Tankflugzeug künftig mehrere unbemannte Flugzeuge gleichzeitig mit Treibstoff versorgen kann.
Für Belgien sind das Technologieunternehmen ScioTeq und das Von-Karman-Institut an Bord. Bei den Tests kommt ein spanischer Airbus A330 MRTT als Tankflugzeug zum Einsatz. Experimentelle Flugzeuge des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) übernehmen die Rolle der zu betankenden Maschinen.
Navigation ohne GPS
Eine zentrale Herausforderung ist die sogenannte relative Navigation. Dabei bestimmt ein Flugzeug seine Position und Bewegung im Verhältnis zu einem anderen Flugzeug, anstatt sich auf GPS-Daten zu verlassen. Außerdem untersuchen die Forscher den Einsatz von Bildsensoren, die Kommunikation zwischen den Flugzeugen und die notwendige Datenverarbeitung.
Die Entwicklung erfolgt schrittweise: Zunächst stehen Computersimulationen und Labortests mit Roboterarmen auf dem Programm. Anschließend sollen Testflüge mit dem Airbus A330 und einem experimentellen Flugzeug folgen.
Bereits in der ersten Projektphase waren neben dem Tankflugzeug auch ein deutscher Tornado-Kampfjet und eine spanische F-18 an Flugversuchen beteiligt.
Nach Angaben der EDA soll das Projekt die Grundlage für künftige automatisierte Luftbetankungssysteme schaffen. Diese seien insbesondere für die Zusammenarbeit der europäischen Luftstreitkräfte und der NATO von großer Bedeutung. (belga/calü)

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