Mit der zumindest kurzzeitigen Tabellenführung im Blick nahm AS-Trainer Felice Mazzu nur eine Änderung an seiner Startelf vor: Knapp drei Wochen nach dem 3:1-Erfolg im eigenen Stadion gegen den RFC Lüttich rückte Mark Müller anstelle des verletzten Raphael Di Matteo in die Eupener Anfangsformation.
RSCA Futures 0:2 AS Eupen
In der Aufstellung der Anderlechter U23 tauchte ein bekannter Name auf: Thomas Foket – immerhin zehnfacher belgischer Nationalspieler – stand für den Tabellenletzten der Challenger Pro League auf dem Platz. Der frühere Genter wurde mit den „Buffalos“ 2015 belgischer Meister und spielte anschließend sechs Jahre bei Stade de Reims.

Bei Dauerregen und starkem Wind übernahm Eupen vor den mitgereisten Fans erwartungsgemäß die Kontrolle. Trotz guter Kombinationen, unter anderem über Van Genechte und Delaurier-Chaubet, ließ der erste Abschluss allerdings lange auf sich warten. Den Gegner ließ der Tabellendritte aus Ostbelgien kaum aus dessen eigener Hälfte herauskommen: AS-Torhüter Antoine Lejoly hatte nach 18 Minuten seinen ersten Ballkontakt, als ihm ein Freistoß der Anderlechter U23 in die Arme flog.
Eupen wartet bis zur 38. Minute auf seinen ersten Torschuss.
Mit zeitweise mehr als 70 Prozent Ballbesitz fand Eupen auch nach einer halben Stunde kaum einen Weg durch die gegnerische Defensive. Stattdessen wurde der Tabellenletzte allmählich mutiger: Lejoly musste nach einem Schuss von Sarr abtauchen (32.), ehe ein Freistoß nur knapp an seinem Tor vorbeistrich. Und Eupen? Die in Schwarz-Weiß gekleideten Gäste kamen erst nach 38 Minuten durch Nuhu zu ihrem ersten, allerdings harmlosen Torschuss. Ohne Ideen und Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor ging es für Eupen nach 45 Minuten pitschnass und beim Stand von 0:0 in die Kabine.

Zum Start in den zweiten Durchgang griff Mazzu ein: Für Nuhu sollte Vidigal mehr Schwung in die Offensive der Eupener bringen. Gut fünf Minuten nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen das: Simakala sorgte nach Vorarbeit von Van Genechten mit seinem ersten Saisontreffer für das 1:0 (51.).
Simakala trifft und vergibt schwach vom Elfmeterpunkt
Mit der Führung im Rücken blieb Eupen im Vorwärtsgang und hatte nach rund einer Stunde die große Chance zur Vorentscheidung: Nach einem Handspiel von De Ridder und einer langen Videoüberprüfung zeigte Schiedsrichter Van de Velde auf den Elfmeterpunkt. Simakala trat an, verpasste jedoch seinen zweiten Treffer. Vanhoutte ahnte die richtige Ecke und parierte den schwachen Schuss des Eupeners. Den verschossenen Elfmeter schüttelte Simakala allerdings schnell von sich ab: Nach starker Vorarbeit von Gavory drückte er den Ball zum 2:0 ins Tor (71.).

Damit war das Spiel in Deinze entschieden. Bei heftigem Regen feierte kurz darauf Chris-Kevin Nadje sein Comeback für Eupen, während sich auf dem Rasen nur noch wenig tat. Den Sprung an die Tabellenspitze verpassten die „Pandas“ trotz des unter dem Strich verdienten Erfolgs gegen die U23 des RSC Anderlecht: Im Parallelspiel holte auch Dender die drei Punkte.
Mit ihrem anhaltenden Lauf bringen sich die Ostbelgier aber weiter in eine gute Ausgangsposition – auch mit Blick auf das direkte Duell mit Tabellenführer Beerschot am 25. Oktober. Zuvor sind die Eupener am kommenden Wochenende im Sechzehntelfinale des Landespokals gegen den KV Mechelen gefordert. (mn)

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