Zunächst verliefen die Protestaktionen, die vergangene Woche begonnen hatten, ruhig. Im Laufe des Tages wurde die Situation aber immer angespannter. Es fing mit Böllern und Eierwürfen an. Dann brannten stellenweise E-Scooter. Schließlich kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei und großen Sachbeschädigungen.
Die Ordnungskräfte haben im Laufe des Tages 30 Personen festgenommen. Darunter befinden sich sieben Personen, die im Rahmen eines Gerichtsverfahrens festgenommen wurden, teilte die Polizei am frühen Abend mit. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens 18 Einsatzkräfte leicht verletzt. Rund 1.000 Demonstranten hatten sich im Stadtzentrum versammelt.
Am Nachmittag blockierten mehrere Gruppen weiterhin Straßen, setzten verschiedene Gegenstände im öffentlichen Raum – hauptsächlich Mülltonnen – in Brand, beschädigten Stadtmobiliar und warfen Gegenstände auf die Polizei. Dabei kamen unter anderem Pflastersteine, Böller und Absperrgitter zum Einsatz, wie die Polizei weiter mitteilte. Auch mehrere Fahrzeuge, darunter Polizeiwagen, wurden beschädigt.

Die Ordnungskräfte zerstreuten die Menge mehrfach mithilfe eines Wasserwerfers und Tränengas, unter anderem auf der Place de la République française. Dieser Bereich war besonders stark von den Ausschreitungen betroffen. Mehrere Bushaltestellen wurden zerstört, eine davon ging in Flammen auf.
In Hannut wurden am Montagmorgen 15 Schüler verletzt, weil während eines Schülerprotestmarschs ein pyrotechnischer Gegenstand auf das Gelände einer Grundschule abgefeuert wurde. (belga/ab)

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