Installation von PV-Anlagen

Ich habe mit Interesse den Beitrag über PV-Anlagen mit den Aussagen von Herrn Klinkenberg gelesen. Seine Aussagen sind sachlich korrekt, was die technische Ausgestaltung betrifft, und zeugen von großem technischen Sachverstand. Ich nehme diesen Bericht jedoch zum Anlass, auf das grundsätzliche Prozedere bei der Installation von PV-Anlagen hinzuweisen. Dies ist in erster Linie der Umstand, dass eine Vergütung an den Eigenbedarf gekoppelt ist. In der Praxis bedeutet dies, dass der nicht genutzte Strom weitgehend ohne Vergütung in das Netz fließt. Zur Zeit noch mit der Endabrechnung von genutztem und erzeugtem Strom über das volle Jahr. Geplant ist jedoch, dass nur die Momentaufnahme gilt. Hiernach fließt zum Beispiel der an einem sonnigen Tag erzeugte Strom direkt in das Netz. Und wenn man am gleichen Tag Strom ohne momentane Eigenerzeugung nutzt, muss dieser Strom nach dem geltenden Tarif bezahlt werden. Ein sehr profitables Geschäft für die Stromkonzerne. Ich erlaube mir zu diesem Prozedere folgende Anmerkungen. Es besteht für Eigenerzeuger kein Grund zum Sparen, was nicht unbedingt klimafreundlich ist. Beste Sonnenlagen, so bei den meisten Mietwohnungen, bleiben ungenutzt, da der Eigentümer dieser Mietwohnung keinen Nutzen von einer PV-Anlage hat. Hierdurch bedingt bleibt ein Riesenpotenzial ungenutzt. Mir ist bewusst, dass die Stromkonzerne eine Entkoppelung von Eigenerzeugung und Eigenverbrauch wie der Teufel das Weihwasser fürchten, da eine eigene, auch heute nicht immer umweltfreundliche Stromerzeugung drastisch reduziert würde. Nach meiner Überzeugung sollten verantwortliche Politiker darüber nachdenken, die Stromerzeugung mit den dazugehörigen Stromnetzen den gewinnorientierten Konzernen zu entziehen. Jedoch fehlt mir hier der Glaube, da diese verantwortlichen Politiker in erster Linie Handlanger der Konzerne sind.

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