Teenager im Visier von Betrügern: Jeder Dritte schweigt aus Angst

<p>Viele Jugendliche sind bereits früh mit Bankkarte und Smartphone unterwegs. Gleichzeitig werden Teenager häufiger Opfer von Zahlungsbetrug – mehr als jeder Dritte traut sich nicht, seinen Eltern davon zu erzählen.</p>
Viele Jugendliche sind bereits früh mit Bankkarte und Smartphone unterwegs. Gleichzeitig werden Teenager häufiger Opfer von Zahlungsbetrug – mehr als jeder Dritte traut sich nicht, seinen Eltern davon zu erzählen. | Foto: picture alliance/dpa

Demnach trauen sich 37 Prozent der Jugendlichen nicht, mit ihren Eltern darüber zu sprechen. Gleichzeitig sammeln viele bereits früh Erfahrungen mit eigenständigen Zahlungen: Fast die Hälfte der Jugendlichen besitzt schon vor dem 14. Geburtstag eine erste Bankkarte.

Bancontact hat deshalb gemeinsam mit Unterstützung des Bankenverbands Febelfin und Safeonweb die Online-Plattform „The Conversation“ ins Leben gerufen. Sie soll Jugendlichen helfen, Betrugsversuche schneller zu erkennen, und Eltern dabei unterstützen, das Thema mit ihren Kindern anzusprechen.

Für Teenager werden auf der Plattform fünf Situationen aus dem Alltag simuliert. Dazu gehören etwa ein vermeintlich attraktives Angebot auf Instagram, ein von einem Freund verschickter Link oder das Versprechen, schnell und einfach Geld verdienen zu können. Die Jugendlichen sollen dabei testen, ob sie verdächtige Situationen erkennen. Anschließend erhalten sie konkrete Tipps, wie sie reagieren sollten.

Auch an die Eltern richtet sich das Angebot. Sie erfahren, mit welchen Betrugsmaschen Jugendliche konfrontiert werden können und welche Warnsignale sie ernst nehmen sollten. Zudem gibt die Plattform Hinweise dazu, wie Eltern das Thema möglichst ohne Vorwürfe ansprechen und gemeinsam mit ihren Kindern Vorsichtsmaßnahmen vereinbaren können.

Dass Aufklärung nötig ist, hatte bereits eine frühere Untersuchung von Bancontact gezeigt. Demnach werden Teenager häufiger Opfer von Zahlungsbetrug als ihre Großeltern. Jugendliche erkennen Warnsignale nicht immer und wissen häufig auch nicht, an wen sie sich wenden können, wenn sie bereits auf eine Betrugsmasche hereingefallen sind. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment