Der Cyberangriff betraf eine Datenbank, die den Angaben zufolge Informationen zu mehr als 700.000 Personen enthielt, darunter mehr als 85.000 IBAN-Nummern.
Durch die nun kostenlose Weiterverbreitung der Daten könnte sich das Risiko für die betroffenen Personen erhöhen. Aufgrund der Art der mutmaßlich enthaltenen Informationen sei das Datenleck besonders sensibel, erklärt FrenchBreaches.
„Die Daten könnten es ermöglichen, ein und derselben Person mehrere genaue Informationen zuzuordnen: Identität, Postanschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, Nationalregisternummer und bei einigen Personen auch Bankdaten. Besonders besorgniserregend ist die angegebene Präsenz belgischer Nationalregisternummern, da es sich dabei um eine dauerhafte Kennung handelt“, heißt es auf der Internetseite von FrenchBreaches.
IBAN-Nummern allein ermöglichten es zwar nicht, ohne Weiteres Zahlungen von einem Bankkonto vorzunehmen. In Verbindung mit der Identität und weiteren persönlichen Angaben könnten sie jedoch bestimmte Betrugsversuche oder Methoden des sogenannten Social Engineering erleichtern.
„Die Verwendung echter persönlicher Informationen in einer E-Mail, einer SMS oder einem Telefonanruf kann einen Phishing-Versuch deutlich glaubwürdiger erscheinen lassen. Die Verbreitung dieser Daten lässt jedoch nicht den Schluss zu, dass solche Betrugsfälle tatsächlich stattgefunden haben. Es handelt sich um ein Risiko, das sich aus der Art der offengelegten Informationen ergibt“, heißt es weiter auf der Plattform, die Datenlecks und Cyberangriffe in Echtzeit erfasst und dokumentiert. (belga/rt)

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