Verougstraete fordert konservative Kräfte links und rechts zum Umdenken auf

<p>Yvan Verougstraete</p>
Yvan Verougstraete | Bild: belga

Vor nach Parteiangaben rund 1.500 Anhängern, die sich auf dem Gelände der Abtei von Maredsous in der Provinz Namur versammelt hatten, ging der Zentrist in seiner Rede auf mehrere Herausforderungen ein. Seine Ansprache erfolgte an einem Wochenende, an dem sowohl auf föderaler Ebene als auch in der Region Brüssel Haushaltsberatungen stattfanden.

Während er der linken Opposition aus „PTB, PS & Co“ vorwarf, „die Realität zu leugnen“ und „Populismus“ zu betreiben, teilte Verougstraete auch gegen den Koalitionspartner MR aus. Ohne die liberale Partei ausdrücklich beim Namen zu nennen, sprach er von einer „konservativen Rechten“ und kritisierte deren „Starrheit und mangelnde Fantasie“.

Yvan Verougstraete nannte fünf „Wendepunkte“: die Alterung der Bevölkerung, den „weltweiten Handelskrieg“, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, die künstliche Intelligenz und die Sicherheit.

Dabei erinnerte er insbesondere an die Bedeutung einer „Steuerrevolution, die einige, die sich dennoch als Verteidiger der Arbeitnehmer bezeichnen, schon viel zu lange blockieren“. „Eine Reform, nicht um mehr Steuern zu erheben, wie einige es karikieren, sondern um in einer Welt, die sich verändert, besser und effizienter zu besteuern“, erklärte er.

„Wir werden die Chemieindustrie in Antwerpen oder das ‚Pharma Valley‘ nicht allein durch Vereinfachungen oder einen Feldzug gegen die Mehrwertsteuer schützen“, sagte Verougstraete weiter.

Die Wahl von Maredsous als Veranstaltungsort begründete der Parteivorsitzende damit, dass es nicht darum gehe, „an irgendeine Vergangenheit anzuknüpfen“, sondern darum, einen Ort zu wählen, „der zum Nachdenken und zur Besonnenheit einlädt“.

Abschließend rief Verougstraete zu einer „nationalen Einheit, einer Einheit der Bürger, hier in Belgien und überall in Europa“ auf. (belga/rt)

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