Der Besuch knüpfte an die gemeinsame Kabinettssitzung im Juni 2026 in Mettlach an. Beide Regionen sehen sich unter anderem beim demografischen Wandel und beim Fachkräftemangel vor ähnlichen Herausforderungen, wie es dazu in einer Mitteilung der DG-Regierung hieß.
Im Gespräch zwischen Lydia Klinkenberg und Magnus Jung standen die Gesundheits- und Pflegepolitik sowie der steigende Pflegebedarf einer alternden Bevölkerung im Mittelpunkt. „Das Saarland und die Deutschsprachige Gemeinschaft stehen als Grenzregionen in vielen Bereichen vor ähnlichen Herausforderungen. Der direkte Austausch hilft uns, voneinander zu lernen, erfolgreiche Ansätze kennenzulernen und neue Impulse für unsere eigene Politik mitzunehmen. Genau davon lebt eine gute grenzüberschreitende Partnerschaft“, wird Ministerin Lydia Klinkenberg in der Mitteilung zitiert.
Saarland setzt auf neue Wege in der Pflege.
Jung stellte demnach die saarländische Landesstrategie „Saar66“ vor. Sie setzt unter anderem auf seniorenfreundliche Strukturen, Prävention und sogenannte „sorgende Gemeinschaften“, bei denen professionelle Angebote durch nachbarschaftliches und ehrenamtliches Engagement ergänzt werden.
Daneben gibt es im Saarland die Konzertierte Aktion Pflege (KAP Saar), die zusätzliche Fachkräfte gewinnen und Beschäftigte langfristig im Pflegebereich halten soll. „Die Zahlen im Saarland zeigen uns, dass wir mit der KAP Saar auf dem richtigen Weg sind“, erklärte der saarländische Gesundheitsminister.
Auch die Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik war Thema. DG-Beschäftigungsminister Jérôme Franssen und Magnus Jung tauschten sich über Strategien zur Fachkräftesicherung, Aus- und Weiterbildung sowie die Möglichkeiten eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes in der Großregion aus. „Der Fachkräftemangel macht nicht an Landesgrenzen halt”, betont Minister Jérôme Franssen laut Mitteilung. „Deshalb ist der Austausch mit unseren Partnern im Saarland von großer Bedeutung. Wir stehen vor vergleichbaren Herausforderungen und können viel voneinander lernen. Eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung eröffnet neue Chancen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie für unsere Unternehmen.“
DG-Minister Gregor Freches sprach mit den saarländischen Gästen über Jugendpolitik, gesellschaftliche Teilhabe und das Engagement junger Menschen. Dabei wurden auch Möglichkeiten einer stärkeren Zusammenarbeit ausgelotet. „Jugendpolitik ist und bleibt dynamisch und lebt vom Austausch. Die gelebten Erfahrungen und Strategien des Saarlands kennenzulernen, gibt uns den Raum, unsere eigenen Ansätze vorzustellen. Wir wollen ausloten, in welchen Bereichen wir künftig enger zusammenarbeiten können, um jungen Menschen in beiden Regionen noch bessere Chancen auf Teilhabe, Engagement und persönliche Entwicklung zu eröffnen“, so Freches. (red/sc)

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