Für die Untersuchung befragten der Mittelstandsverband UCM, der Unternehmerverband Unizo und der Handelsverband Comeos mehr als 1.400 Verbraucher. Das „Weekend du Client“ findet an diesem Wochenende, dem 3. und 4. Oktober, in ganz Belgien statt.
Trotz der schwierigen Lage im Einzelhandel geben fast 60 Prozent der Händler an, dass ihnen der Kontakt mit den Kunden die größte Zufriedenheit bei ihrer Arbeit verschafft, erklärte UCM-Generalsekretärin Anne-Sophie Snyers.
Die Studie zeigt zugleich, dass belgische Verbraucher ihre Kaufentscheidungen bewusster treffen. Um Geld zu sparen, schränken viele ihre Einkäufe ein oder greifen häufiger zu günstigeren Alternativen. Auch Secondhand-Angebote werden zunehmend Teil des Konsumverhaltens.
Die Befragung zeigt darüber hinaus ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber asiatischen Verkaufsplattformen. Gleichzeitig nutzen immer mehr Verbraucher künstliche Intelligenz, um sich über Produkte zu informieren oder Unterstützung bei Kaufentscheidungen zu erhalten.
Reform der lokalen Wirtschaftsförderung
Der wallonische Wirtschafts- und Arbeitsminister Pierre-Yves Jeholet war am Samstag in Ciney zu Gast, das als französischsprachiger Schwerpunktort des „Weekend du Client“ fungiert. Dort äußerte er sich auch zur geplanten Reform der lokalen Entwicklungsagenturen (ADL) und der Agenturen zur Entwicklung der Stadtzentren.
Diese sollen ab 2028 schrittweise durch Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht unter dem Namen „Commerce Wallonie“ ersetzt werden.
Jeholet bezeichnete die Reform der lokalen Entwicklungsagenturen als wesentlich. In der Wallonie gebe es derzeit zu viele Strukturen, die sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben beschäftigten. Die verfügbaren Mittel sollen deshalb stärker auf den lokalen Einzelhandel konzentriert werden. Gleichzeitig sollen die ADL mehr Mittel erhalten und ihre Aufgaben gezielter ausrichten. (belga/rt)

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