Besonders deutlich ist die Entwicklung bei mehreren offenen Rechnungen. Ihr Anteil hat sich von acht auf 19 Prozent mehr als verdoppelt. Der Anstieg ist damit deutlich stärker als im europäischen Schnitt. Dort wuchs der Anteil der Verbraucher mit verspäteten Zahlungen von 24 auf 29 Prozent.
Zugleich schrumpfen die finanziellen Reserven. Nur 18 Prozent der Befragten gaben an, über genügend Rücklagen zu verfügen, um unerwartete Ausgaben oder einen wirtschaftlichen Rückschlag aufzufangen. Das sind 13 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. 27 Prozent liehen sich in den vergangenen sechs Monaten Geld, um Rechnungen bezahlen zu können. Hypothekendarlehen wurden nicht berücksichtigt.
Auch die Verschuldung nimmt zu. 41 Prozent der Befragten haben offene Konsumschulden, im Vorjahr waren es 29 Prozent. Dazu zählen persönliche Kredite, Kreditkartenschulden, Überziehungen oder Käufe mit aufgeschobener Zahlung. Acht Prozent haben Schwierigkeiten, diese Schulden zurückzuzahlen.
Intrum zufolge kommt eine wachsende Mehrheit noch über die Runden, verfügt aber nur über geringe Spielräume. Dieser Anteil stieg von 58 auf 68 Prozent. Zugleich wuchs die Gruppe der finanziell besonders gefährdeten Verbraucher von acht auf 13 Prozent. Insgesamt ist inzwischen jeder zehnte Belgier verschuldet. Für den Bericht wurden vom 9. Juli bis 20. August 20.000 Verbraucher in 20 europäischen Ländern online befragt, darunter 1.000 in Belgien. (belga/svm)

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