Tränen und Sterne

ein habicht kreist über

tausende gräber

im waffenstillstand der letzten armee

die gewehre der söhne und väter

rosteten im ardennenschnee

 

wenn im aubeler land

der sommer geht

sammeln bauern das geschnittene gras

die front an den kreuzen

im herbstwind verweht

himmelwärts opfer

die niemand vergaß

 

die tränen hatten das letzte wort

frauen und mütter

in atlantischer ferne

um mitternacht am einsamen ort

glühn heimatlich dieselben sterne

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