Immer mehr Belgier verfassen ein Testament

<p>In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in Belgien 48.542 Testamente registriert – 18,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025.</p>
In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in Belgien 48.542 Testamente registriert – 18,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025. | Illustrationsbild: dpa

Mehr als die Hälfte der registrierten Testamente (51,9 Prozent) stammt von Menschen über 65 Jahren. Auf die Altersgruppe der 51- bis 65-Jährigen entfallen 24,7 Prozent. Die 18- bis 30-Jährigen machen 6,3 Prozent der Registrierungen aus.

Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Regionen. Mit 35.266 Testamenten entfällt die große Mehrheit auf Flandern. Das entspricht einem Anstieg um 25 Prozent. In der Wallonie wurden 10.688 Testamente registriert, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Brüssel waren es 2.588 und damit 13,4 Prozent mehr.

„Das Testament bleibt das Instrument schlechthin, um innerhalb der gesetzlichen Grenzen die Kontrolle darüber zu behalten, was mit dem eigenen Nachlass geschieht“, erklärt Sylvain Bavier, Sprecher der französischsprachigen Plattform Notaire.be. Ehepartner und Kinder hätten stets Anspruch auf einen Teil des Nachlasses. Über den verbleibenden Teil könne frei verfügt werden.

Laut Fednot greifen auch unverheiratete Paare häufig auf ein Testament zurück, um sich gegenseitig abzusichern. Nach den gesetzlichen Bestimmungen erben sie ansonsten nur wenig oder gar nichts voneinander. Auch für kinderlose Paare und Singles ohne Kinder könne ein Testament sinnvoll sein.

Fednot empfiehlt ein notarielles Testament insbesondere dann, wenn mit Streit unter den Erben gerechnet wird. Bei einem handschriftlichen Testament bestehe das Risiko von Fehlern oder Unklarheiten. Zudem könnten Zweifel an der Echtheit oder der Testierfähigkeit des Verfassers entstehen. (belga/rt)

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