Schülerproteste gehen weiter: Schulen in Lüttich geschlossen

<p>Die Schülerproteste in der Provinz Lüttich setzen sich fort: In Lüttich versammelten sich rund 400 Jugendliche, in Huy zogen etwa 70 Schüler durch die Stadt.</p>
Die Schülerproteste in der Provinz Lüttich setzen sich fort: In Lüttich versammelten sich rund 400 Jugendliche, in Huy zogen etwa 70 Schüler durch die Stadt. | Foto: belga

Betroffen von der Schließung waren sowohl die kommunalen als auch die freien Sekundarschulen. Die Stadt begründete die Entscheidung mit den Zwischenfällen an mehreren Einrichtungen und einer möglichen Ausweitung der Proteste. Lediglich die Schulleitungen waren vor Ort, um Schüler, die dennoch erschienen, sicher nach Hause zu schicken.

Am Donnerstag war es unter anderem vor dem Athénée de Fragnée sowie den Schulen Saint-Laurent, Saint-Sépulcre und Marie-Thérèse zu Protesten gekommen. Dabei wurden Gegenstände geworfen und Sachschäden verursacht. Die Polizei meldete fünf strafrechtliche und eine administrative Festnahme.

Am Freitag versammelten sich rund 400 Jugendliche vor Liège Atlas. Es wurden Böller gezündet und der Verkehr behindert.

Eine weitere Gruppe mit Schülern unter anderem von Saint-Luc und Liège 1 kündigte hingegen eine friedliche Mobilisierung an. Die Jugendlichen fordern die Rücknahme der Bildungsreformen und eine bessere Unterrichtsqualität mit Lehrern, die nicht überlastet sind. Auch die Preise für Busabonnements und die Ausgaben für Rüstung werden thematisiert.

Die Proteste würden kurzfristig über Kontakte zwischen den Schulen organisiert, erklärte Robin, Schüler von Saint-Luc und einer der Organisatoren. Die Bewegung solle ausgeweitet werden, Sachbeschädigungen wie am Donnerstag wolle man jedoch vermeiden.

Auch am IPES in Herstal wurden Proteste gemeldet. Die Feuerwehr berichtete zudem von Auseinandersetzungen in Ans.

Proteste erreichen HuyAuch in Huy versammelten sich am Freitagmorgen mehrere Dutzend Jugendliche. Nach Angaben der örtlichen Polizei zogen rund 70 Teilnehmer zu Fuß durch die Stadt und von Schule zu Schule.

Die Polizei begleitete die Aktion, will aber nur bei Sachbeschädigungen oder anderen Verstößen eingreifen. Bis kurz vor 10 Uhr wurden keine größeren Zwischenfälle festgestellt. Lediglich einige Rauchkörper und Böller wurden gezündet. (belga/rt/mcfly)

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