Der belgische Arbeitsmarkt wächst seit mehreren Quartalen kaum noch. Im zweiten Quartal lagen sowohl die Zahl der Beschäftigten – rund 4,12 Millionen – als auch das Arbeitsvolumen in Vollzeitäquivalenten nahezu auf dem Niveau des zweiten Quartals 2024.
Während die Beschäftigung in den meisten Altersgruppen zurückging, zeigt sich bei den Über-65-Jährigen ein deutlicher Anstieg. Im zweiten Quartal waren 83.528 Menschen ab 65 Jahren beschäftigt. Das waren ein Fünftel mehr als ein Jahr zuvor und 52,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2024.
Der Anstieg hängt teilweise mit dem Erfolg der Flexi-Jobs zusammen. Das LSS sieht darin jedoch vor allem eine Folge der 2025 in Kraft getretenen Anhebung des gesetzlichen Rentenalters.
„Der Anstieg ist bei Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten deutlich stärker als bei Flexi-Jobbern“, erklärt Jasper Hubeau, Direktor des Finanz- und Statistikdienstes des LSS. „Es ist das erste Mal, dass sich die Rentenreform so deutlich in unseren Statistiken widerspiegelt.“
Bei den übrigen Altersgruppen fällt der Rückgang bei den Arbeitnehmern bis 25 Jahre am stärksten aus. Ihre Zahl sank binnen eines Jahres um 3 Prozent und gegenüber 2024 um 4 Prozent.
„Das ist eine auffällige Entwicklung, die wir genau beobachten müssen“, sagt Hubeau. Es sei nicht auszuschließen, dass die Automatisierung dabei eine Rolle spiele, unter anderem durch Künstliche Intelligenz. (belga/rt)

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