Trotz fremdenfeindlicher Kommentare: Berater arbeitet weiter für Föderalpolizei

<p>Ein externer Berater arbeitet laut „Le Soir“ trotz gemeldeter fremdenfeindlicher Äußerungen weiterhin für die belgische Föderalpolizei.</p>
Ein externer Berater arbeitet laut „Le Soir“ trotz gemeldeter fremdenfeindlicher Äußerungen weiterhin für die belgische Föderalpolizei. | Illustrationsbild: belga

Der Mann wurde über ein externes Unternehmen engagiert und stellt seine IT-Expertise der Zentraldirektion der technischen und wissenschaftlichen Polizei (DJT) zur Verfügung. Laut seinem von „Le Soir“ eingesehenen Online-Lebenslauf ist er beim Programm Abis („Automated Biometric Identification System“) für die Umsetzung und die Koordination der Teams zuständig.

In sozialen Netzwerken soll sich der Mann, der in seinen Vierzigern ist, massiv abwertend über Menschen ausländischer Herkunft geäußert haben. Unter anderem verglich er sie mit „Tieren“, die man „dorthin zurückschicken“ müsse. Auch die Polizei beleidigte er dem Bericht zufolge.

Ein Bürger meldete die Kommentare zunächst dem föderalen Innenministerium. Dieser bestätigte ihm laut einer von „Le Soir“ eingesehenen E-Mail, dass die Beschwerde am 29. Mai an die Föderalpolizei weitergeleitet worden war.

Als die Äußerungen des Beraters auch Ende August nicht nachließen, erstattete der Bürger Anzeige bei einer Polizeidienststelle und reichte anschließend eine weitere Beschwerde bei der Allgemeinen Polizeiinspektion ein.

Gegenüber „Le Soir“ betont die Föderalpolizei ihre „Nulltoleranz“ gegenüber „jeder Form von Rassismus“. Der Berater ist dennoch weiterhin für die Institution tätig. (belga/rt)

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