Nathan Cofnas: Unia will wegen Rassismusvorwürfen vor Gericht ziehen

<p>Die Einrichtung sieht in mehreren seiner Äußerungen Verstöße gegen das Antirassismusgesetz.</p>
Die Einrichtung sieht in mehreren seiner Äußerungen Verstöße gegen das Antirassismusgesetz. | Illustrationsbild: Photo News

Rund einen Monat, nachdem die Universität Gent ein Disziplinarverfahren gegen Cofnas eingeleitet hatte, will Unia nun vor Gericht ziehen. Der Verwaltungsrat gab dafür in der vergangenen Woche grünes Licht.

Unia wirft dem US-amerikanischen Philosophen vor, in Belgien einen Diskurs zu verbreiten, der auf vermeintlich wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhe und eine Hierarchie zwischen Menschen herstelle. Damit würden Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder Hautfarbe gerechtfertigt oder Formen der Segregation gefördert, zitiert „De Morgen“ eine kurze Stellungnahme von Unia.

Dass Cofnas Wissenschaftler ist, könnte ein mögliches Verfahren gegen ihn erschweren. „Das Antirassismusgesetz setzt eine böswillige Absicht voraus“, erklärt Stefan Sottiaux, Professor an der Katholischen Universität Löwen (KU Leuven) und Experte für Antidiskriminierungsrecht, gegenüber der Zeitung. „Allein die Verbreitung schockierender oder sogar rassistischer Ansichten ist daher nicht strafbar.“ (belga/rt)

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