Besonders Kraftstoffe, Erdgas, Strom, Heizöl und Pauschalreisen wurden im September teurer. Dämpfend wirkten dagegen unter anderem günstigere Flugtickets sowie niedrigere Preise für Fleisch und Getränke.
Auffällig ist vor allem die Entwicklung bei der Energie: Die Energieinflation stieg von 10,59 Prozent im Juli über 16,47 Prozent im August auf nun 24,37 Prozent im September. Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten haben auch die Preise für Gas und Erdöl wieder nach oben getrieben. Am Dienstagvormittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent rund 104,70 Dollar.
Im Jahresvergleich verteuerten sich Diesel um 44,1 Prozent, Erdgas um 34,9 Prozent und Benzin um 29,4 Prozent. Besonders stark stiegen zudem die Preise für externe Speichergeräte wie Festplatten und USB-Sticks: Sie kosteten 53 Prozent mehr als im September vergangenen Jahres.
Die Kerninflation, bei der Energie und unverarbeitete Lebensmittel herausgerechnet werden, blieb dagegen nahezu stabil. Sie lag im September bei 3 Prozent, nach 2,99 Prozent im August.
Auch der Gesundheitsindex legte zu. Die entsprechende Inflationsrate stieg von 3,44 Prozent im August auf 4 Prozent im September. Der Gesundheitsindex ist eine Variante des Verbraucherpreisindex, bei der unter anderem Alkohol, Tabak und Kraftstoffe nicht berücksichtigt werden. Er dient in Belgien als Grundlage für die automatische Anpassung von Löhnen, Gehältern und Sozialleistungen an die Preisentwicklung.
Der geglättete Gesundheitsindex erreichte im September 101,20 Punkte. Der nächste sogenannte Schwellenindex liegt bei 102,29 Punkten. Wird diese Marke überschritten, werden unter anderem die Gehälter im öffentlichen Dienst und verschiedene Sozialleistungen automatisch angehoben.
Das föderale Planbüro rechnet damit, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten weiter beschleunigt und die Marke von 5 Prozent überschreiten könnte. (belga/calü)

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