Das geht aus einer von X²O Badkamers in Auftrag gegebenen Umfrage hervor, die PanelWizard unter 1.014 Belgiern durchgeführt hat. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Befragten, die bereits Schimmel in ihrer Wohnung festgestellt haben, deutlich ab: Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 50 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen 45 Prozent. Unter den 50- bis 59-Jährigen liegt der Anteil bei 33 Prozent, bei den über 60-Jährigen noch bei 20 Prozent.
Besonders häufig tritt Schimmel dort auf, wo viel Feuchtigkeit entsteht – etwa im Badezimmer. Nach Angaben der niederländischen AstmaVereniging Nederland en Davos sind Schimmelsporen grundsätzlich in praktisch allen Wohnungen vorhanden. Problematisch könne es werden, wenn ihre Konzentration durch dauerhaft hohe Feuchtigkeit zunimmt.
Jüngere greifen seltener ein
Auffällig ist auch der Umgang mit dem Problem. 71 Prozent der unter 30-Jährigen geben an, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, etwa das Badezimmer regelmäßig zu lüften. In den älteren Altersgruppen sind es rund 80 Prozent.
Auch bei sichtbarem Schimmel reagieren Jüngere zurückhaltender: 68 Prozent der unter 30-Jährigen würden ihn nach eigenen Angaben sofort beseitigen. Bei den 50- bis 59-Jährigen liegt dieser Anteil bei 87 Prozent.
Die AstmaVereniging warnt davor, Schimmel zu unterschätzen. Eine längerfristige Belastung könne Atemwegsbeschwerden verursachen oder bestehende Beschwerden verschlimmern. Wichtig seien deshalb regelmäßiges Lüften, ausreichendes Heizen und das konsequente Abführen von Feuchtigkeit. Auch beim Trocknen von Wäsche gelangen schnell mehrere Liter Feuchtigkeit in die Raumluft.
Kehrt Schimmel trotz Lüften, Heizen und Reinigen immer wieder zurück, kann die Ursache allerdings auch im Gebäude selbst liegen – etwa an einer undichten Stelle, mangelhafter Isolierung oder baulichen Mängeln.
„Vermieter werden bei Meldungen über Feuchtigkeits- und Schimmelprobleme in der Regel zunächst prüfen, ob die üblichen Maßnahmen wie ausreichendes Lüften und Heizen eingehalten wurden“, erklärt Jasmijn van Campen, Vorsitzende der AstmaVereniging Nederland en Davos. Entstehe der Schimmel jedoch durch einen Mangel am Gebäude, müssten Mieter dies nicht einfach hinnehmen.
Bei stärkeren oder wiederkehrenden Problemen könne eine professionelle Entfernung notwendig sein. Wer zusätzlich unter Asthma oder wiederkehrenden Atemwegsbeschwerden leidet, sollte sich nach Angaben der Vereinigung auch an einen Arzt wenden. (red/calü)

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