Ende vergangenen Jahres hatte Ostende zunächst rund um den Bahnhof, den Marie-Joséplein und die Einkaufsstraßen ein vorübergehendes Alkoholverbot eingeführt. Später kam die Alfons Pieterslaan hinzu. Die bisherige Regelung war Mitte September ausgelaufen.
Nach einer Auswertung will die Stadt nun daran festhalten. Künftig gilt das Verbot zusätzlich im Umfeld des Kulturzentrums De Grote Post sowie in der Lijnbaanstraat.
Dabei fällt die Bilanz der bisherigen Maßnahme durchaus positiv aus: 75 Prozent der Befragten zeigten sich mit dem Alkoholverbot zufrieden, 59 Prozent empfinden die betroffenen Viertel als sicherer. Eine Mehrheit gab zudem an, weniger Belästigungen wahrzunehmen.
Die Polizeizahlen zeichnen allerdings ein weniger eindeutiges Bild. Alkoholbedingte Zwischenfälle bleiben demnach ein Problem. Die durchschnittliche Zahl der polizeilichen Feststellungen pro Monat liegt 2026 ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres.
Wer gegen das Alkoholverbot verstößt, muss künftig mit einer deutlich höheren Geldbuße rechnen. Der Höchstbetrag wurde von 250 auf 500 Euro verdoppelt. Die Anpassung erfolgte bereits im vergangenen Monat im Zuge der Einführung des neuen Strafgesetzbuchs. Auch Minderjährige können bei Verstößen zur Kasse gebeten werden.
„Die Menschen in Ostende wollen eine sichere, angenehme und lebenswerte Stadt – und das zu Recht“, erklärte Bürgermeister John Crombez (Vooruit) am Montagabend. Wenn die Belästigungen zunähmen, sei es Aufgabe der Stadt, einzugreifen und für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. (belga/calü)

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