Beenders reagiert damit auf eine Beschwerde wegen digitaler Ausgrenzung, die drei internationale Organisationen gegen Belgien eingereicht haben.
Der universelle Bankdienst wurde vor fünf Jahren zwischen der Bankenbranche und der Föderalregierung vereinbart. Noch vor dem Sommer entschied die Regierung, das System um weitere fünf Jahre zu verlängern. Kunden erhalten damit für höchstens 62,50 Euro pro Jahr Zugang zu einem festgelegten Paket grundlegender Bankdienstleistungen.
Dazu gehören eine Debitkarte, 60 manuell ausgeführte Transaktionen und 24 Bargeldabhebungen am Automaten pro Jahr. Lastschriften sind kostenlos, zudem müssen Kontoauszüge zur Verfügung gestellt werden. „Wir sorgen dafür, dass Banken ein Basispaket an Dienstleistungen zu einem festen Preis anbieten“, erklärt Beenders. Damit werde gewährleistet, dass auch Menschen, die nicht digital Bankgeschäfte erledigen möchten, eine Alternative behalten. Gerade angesichts der Gefahr durch Phishing sei das wichtig.
Mehr Zugang zu Bargeld
Parallel dazu will Beenders dafür sorgen, dass Bargeld im Alltag erreichbar bleibt. Ein entsprechender Aktionsplan sieht unter anderem gesetzliche Vorgaben für die Zahl und Erreichbarkeit von Geldautomaten vor. In Städten soll ein Automat höchstens zwei Kilometer entfernt sein, in gemischten Gebieten drei und auf dem Land fünf Kilometer.
Künftig soll es außerdem möglich sein, Bargeld in Geschäften abzuheben. Auch die Geldautomaten selbst sollen zuverlässiger funktionieren und für ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderung besser zugänglich sein. Die Behörden sollen die Einhaltung der Vorgaben kontrollieren und bei Verstößen Sanktionen verhängen können. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren