Zwei Jubiläen vereint: Zwei-Euro-Münze verbindet 200 Jahre KSB und 50 Jahre NGI

<p>Die neue Zwei-Euro-Gedenkmünze würdigt 200 Jahre Königliche Sternwarte und 50 Jahre Nationales Geografisches Institut.</p>
Die neue Zwei-Euro-Gedenkmünze würdigt 200 Jahre Königliche Sternwarte und 50 Jahre Nationales Geografisches Institut. | Foto: Finanzministerium

Münzkommissar Giovanni Van de Velde enthüllte in Uccle die Gedenkmünze und überreichte die ersten Exemplare an Finanzminister Jan Jambon (N-VA) und die für Wissenschaftspolitik zuständige Ministerin Vanessa Matz (Les Engagés). Auch die Leiter der beiden gewürdigten Institutionen erhielten ein Exemplar.

Die Gestaltung der Münze bringt deren unterschiedliche Tätigkeitsfelder in einem Motiv zusammen. Im Zentrum steht die Silhouette eines Kindes auf einer Karte. Das Kind zeigt mit dem Finger nach oben in Richtung Weltall. Die Karte verweist auf die Arbeit des NGI, der Blick nach oben auf die Erforschung des Universums durch die Sternwarte. Zugleich soll das Kind für die Zukunft und den fortlaufenden wissenschaftlichen Fortschritt stehen. Rund um das Motiv sind die Namen der beiden Institutionen auf Englisch zu lesen. „Seit 200 Jahren beobachtet die Königliche Sternwarte den Himmel und seit 50 Jahren kartiert das Nationale Geografische Institut immer genauer den Boden unter unseren Füßen“, erklärte Jambon. Die Arbeit beider Einrichtungen gehe jedoch weit über Sterne und Karten hinaus. Ihr Wissen und ihre Expertise trügen dazu bei, gesellschaftliche Herausforderungen besser zu verstehen und Lösungen zu finden. Auch Wissenschaftsministerin Matz verwies auf die gesellschaftliche Bedeutung der Forschung. Vom Klimawandel bis zur Erforschung des Weltraums helfe die wissenschaftliche Arbeit dabei, anstehende Veränderungen besser zu verstehen und frühzeitig einzuschätzen.

Die Geschichte der Königlichen Sternwarte reicht bis 1826 zurück. Damals unterzeichnete König Wilhelm I. die Gründungsurkunde des seinerzeitigen „Observatoriums von Brüssel“. In den folgenden zwei Jahrhunderten entwickelte sich die Einrichtung zu einem international tätigen Forschungszentrum. Heute beschäftigen sich Wissenschaftler dort mit der Erde, der Sonne und dem Universum. Für Generaldirektor Ronald Van der Linden ist die Münze „eine außergewöhnliche Anerkennung für 200 Jahre wissenschaftliche Exzellenz“. Sie erinnere an eine reiche Geschichte, richte den Blick aber vor allem in die Zukunft.

Genau 150 Jahre nach der Sternwarte wurde das NGI per Gesetz gegründet. Seine Wurzeln reichen allerdings bis in die Zeit der belgischen Unabhängigkeit zurück. Längst beschränkt sich seine Arbeit nicht mehr auf klassische Landkarten. Das Institut entwickelt geografische Daten und Dienste weiter und arbeitet daran, diese leichter zugänglich zu machen.

Die Zwei-Euro-Münze erscheint in drei Ausführungen: maximal 125.000 Exemplare in „Brilliant Uncirculated“-Qualität sowie 4.000 Proof- und 3.500 Reverse-Proof-Münzen. Obwohl die Gedenkmünzen im gesamten Euroraum gesetzliches Zahlungsmittel sind, gelangen sie nicht in den regulären Zahlungsverkehr. Erhältlich sind sie ausschließlich über die Königliche Münze Belgiens. (red/nico)

Die Münzen können online unter www.herdenkingsmunten.be bestellt werden.

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