Die Werke sollen vom früheren Präsidenten der Stiftung und ehemaligen Vertrauten von Edgar P. Jacobs, Philippe Biermé, entwendet und anschließend an Galeristen oder Sammler verkauft worden sein.
Insgesamt soll Biermé fast 250 Originale entwendet und weiterverkauft haben. Ihr heutiger Wert wird auf rund 40 Millionen Euro geschätzt. Seit fast zehn Jahren laufen Ermittlungen zu den Diebstählen, zwölf Personen wurden beschuldigt.
Mehr als 100 Werke beschlagnahmt
Bei Durchsuchungen in Frankreich, der Schweiz und Belgien wurden mehr als 100 Werke vorsorglich beschlagnahmt. Nun hat die Justiz erstmals einige davon an die Jacobs-Stiftung zurückgegeben.
Nach dem Tod eines der Beschuldigten entschied der zuständige Richter, dass die betreffenden Werke rechtmäßiges Eigentum der Stiftung seien und daher in deren Sammlung zurückkehren müssten. Der Transport in die Tresorräume der Stiftung erfolgte unter Aufsicht der Ermittler.
Unter den zurückgegebenen Arbeiten befinden sich mehrere bedeutende Stücke: die letzte Seite des Abenteuers „Das Geheimnis des Schwertfischs“, zwei Originalseiten aus „Das Geheimnis der großen Pyramide“, ein Entwurf für die Farbgestaltung des Covers von „Das gelbe M“ sowie eine Skizze zu „Das Rätsel von Atlantis“.
Der Gesamtwert der zurückgegebenen Werke wird auf annähernd 600.000 Euro geschätzt. (belga/rt)

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